Im malerischen Görmin, dem Hauptort der gleichnamigen Gemeinde im Peenetal, hat sich ein Treffpunkt etabliert, der nicht nur gesellig ist, sondern auch verschiedene Generationen zusammenbringt. Ein Stammtisch, der einmal im Monat stattfindet, zieht die Einheimischen an, um sich über vergangene Zeiten auszutauschen und die Gemeinschaft zu stärken. Inmitten des gemütlichen Ambientes des Görminer Dörphus, wo früher eine Gaststätte und ein Konsum waren, treffen sich die Teilnehmer, um in lockerer Runde miteinander zu plaudern.
Ein Blick auf die Organisatoren zeigt, dass die Initiatoren Frauke Decker, Elke Maier und Adolf Müller mit ihrem Engagement einen tollen Ort für Geselligkeit geschaffen haben. Denn der Stammtisch, bei dem Teilnehmer selbstgemachte Speisen mitbringen und Getränke wie Bier, Brause und Wasser in einer Kasse des Vertrauens abzurechnen sind, hat sich als echter Publikumsrenner entwickelt. Durchschnittlich sind bei jedem Treffen mindestens zehn Personen anwesend, oft kommen sogar noch mehr.
Gemeinsam kochen und plaudern
Jedes Treffen hat seinen Reiz. So brachte Andrea Schweissing zu einem letzten Stammtisch eine köstliche Kürbissuppe mit, und die Gespräche drehen sich häufig um die guten alten Zeiten. Anwesend sind oft auch lokale Persönlichkeiten, wie der Gemeindevertreter Hartmut Köpke oder das Ehepaar Schweissing. Dadurch entsteht eine lebhafte Diskussion über das, was einst war und das, was heute noch Bestand hat.
Das Ziel des Stammtisches ist klar: Unterschiedliche Altersgruppen sollen miteinander ins Gespräch kommen und die Verbundenheit zur Heimatgemeinde wird in den Austausch einfließen lassen. Gerade in Zeiten, in denen viele kleinere Orte mit dem Verlust von Gemeinschafts Einrichtungen zu kämpfen haben, erfüllt der Stammtisch ein ganz grundlegendes Bedürfnis nach Miteinander und Geselligkeit.
Ein Teil der Mehrgenerationenbewegung
Der Stammtisch in Görmin reiht sich dabei in eine breite Bewegung ein, die in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt. Laut Malteser gibt es bereits rund 540 Mehrgenerationenhäuser, die als offene Treffpunkte für Menschen jeden Alters fungieren. Diese Einrichtungen werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und bieten vielfältige Angebote, die vom Erfahrungsaustausch über Sprachkurse bis hin zu gemeinsamen Mittagessen reichen.
Durch diese Initiativen wird nicht nur das Zusammenleben gefördert, sondern auch das ehrenamtliche Engagement gestärkt, was gerade in ländlichen Regionen wie Görmin wichtig ist. Die Verbindung dieser generationenübergreifenden Aktivitäten zu einem einfachen Stammtisch zeigt, wie bedeutend solche Gemeinschaftsprojekte für das soziale Gefüge vor Ort sind.
Was bleibt, ist der Wunsch der Menschen nach Gemeinschaft – dies wird in Görmin mit jedem Treffen aufs Neue spürbar. Die Gespräche über die Veränderungen in der Gemeinde sind nicht nur nostalgisch, sondern auch motivierend und bieten die Chance, Zukunft zu gestalten.