Wintereinbruch in Vorpommern: Streusalz fast aufgebraucht!
Winterwetter in Anklam wirkt sich auf Streusalzlager aus: Nur noch geringe Mengen verfügbar. Maßnahmen zur Winterdienst-Vorbereitung laufen.

Wintereinbruch in Vorpommern: Streusalz fast aufgebraucht!
In Vorpommern wird der Winter so richtig spürbar und sorgt für frostige Temperaturen sowie Schneefälle. Aktuell sieht sich die Kreisstraßenmeisterei in Anklam mit einem Engpass an Streusalz konfrontiert. Der Winterdienst hat in dieser Saison bereits 865 Tonnen des wichtigen Streumittels verbraucht, während nur noch 10 Tonnen in den Silos verfügbar sind. Damit werden die verbleibenden Ressourcen schnell knapp, da zu Beginn der Wintersaison 300 Tonnen Salz in den Silos in Anklam und Behrenhoff gelagert wurden und kurzfristig noch 800 Tonnen zur Verfügung stehen sollten. Die Situation wird zusätzlich durch die Lieferzeit von 10 bis 14 Werktagen für neue Lieferungen erschwert. So berichtet die NNN über die angespannte Lage in der Region und die bevorstehenden Lieferengpässe, die durch die hohe Nachfrage bedingt sind.
In Stralsund, einem Nachbarn von Anklam, ist die Lage nicht besser. Hier sind die Streusalzvorräte bereits am Montag ausgegangen, und seit Jahreswechsel wurden 130 Tonnen Salz verbraucht. Das Straßenbauamt hat der Stadt zwar 25 Tonnen zur Verfügung gestellt, jedoch sind die Winterdienste in den restlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns gut vorbereitet und erwarten keine Engpässe, wie NDR berichtet.
Engpass und frosty Zeiten
Die Straßenmeistereien in Mecklenburg-Vorpommern haben ihre Vorbereitungen frühzeitig getroffen. Dennoch gibt es Unterschiede. Während in Anklam die verfügbare Menge an Streusalz rapide schwinden, haben Regionen wie Greifswald bis zu 250 Tonnen in ihren Lagern. Diese Stadt hat zudem 150 Tonnen nachbestellt und setzt 34 Mitarbeiter in zwei Schichten ein, um den Herausforderungen der winterlichen Straßenverhältnisse Herr zu werden.
Allerdings haben überfrierende Nässe und die darauf resultierenden glatten Straßen in verschiedenen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns für zahlreiche Unfälle gesorgt. Autofahrer sollten daher ihre Fahrweise den widrigen Wetterbedingungen anpassen und sich auf die dünnen Eisschichten auf Gewässern einstellen, die äußerst gefährlich sein können.
Vorausschau auf neue Lieferungen
Die Kreise und Städte reagieren auf die aktuellen Entwicklungen, indem sie neue Bestellungen tätigen. Insbesondere in Anklam wird in den kommenden Tagen mit einer neuen Lieferung von Streusalz gerechnet, die dringend benötigt wird, um die Straßen in einem sicheren Zustand zu halten. Währenddessen wird die Straßenmeisterei in Stralsund von der Deutschen Straßen-Dienst GmbH beliefert, wobei Autobahnen und Bundesstraßen Vorrang haben. Die Liefersituation wird jedoch durch einen Mangel an Lkw für den Transport verschärft, was die Situation noch komplizierter macht.
Insgesamt zeigt sich, dass der Winterdienst vor einer echten Herausforderung steht. Trotz der Schwierigkeiten sind viele Winterdienste in der Region gut vorbereitet. Dennoch könnte der Landkreis mit Mehrkosten rechnen, da der Verbrauch von Streusalz in diesem Jahr bereits höher ist als in den Vorjahren, wie die NNN zusammenfasst.