Mainz erstrahlt orange: Aktionstag gegen Gewalt an Frauen am 25. November!

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Mainz plant am 25. November die "Orange Days" gegen Gewalt an Frauen. Aktionen, Diskussionen und Sichtbarkeit im Fokus.

Mainz plant am 25. November die "Orange Days" gegen Gewalt an Frauen. Aktionen, Diskussionen und Sichtbarkeit im Fokus.
Mainz plant am 25. November die "Orange Days" gegen Gewalt an Frauen. Aktionen, Diskussionen und Sichtbarkeit im Fokus.

Mainz erstrahlt orange: Aktionstag gegen Gewalt an Frauen am 25. November!

Am Dienstag, dem 25. November, wird die Mainzer Innenstadt mit einem leuchtenden Orange gefärbt – ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen sowie gegen Menschenrechtsverletzungen. Die „Orange Days“ beginnen und rufen dazu auf, gesellschaftliche Missstände zu reflektieren und zu bekämpfen. Diese internationale Kampagne ist Teil der UN-Initiative „Orange the World“, die seit 1991 besteht und auf die Gewalt gegen Frauen aufmerksam macht.

Der Aktionszug startet um 13:30 Uhr in der Holzstraße und wird durch die Altstadt zu sehen sein. Mit einem bunten Programm, bestehend aus Kostümen, Bannern, Plakaten und weiteren auffälligen Materialien, wollen die Organisatoren die Stadt in ein Zeichen des Widerstands verwandeln. Auf der Route werden unter anderem die Augustinerstraße, der Leichhof und der Gutenbergplatz durchquert, bis es zum LUX-Pavillon in der Ludwigsstraße geht. Erwartet wird dabei auch Katharina Binz, die Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration.

Vielfältige Aktionen für eine wichtige Botschaft

Die Hochschule Mainz, insbesondere die Fachrichtungen Innenarchitektur und Kommunikationsdesign, ist die treibende Kraft hinter dieser Initiative und plant zusätzliche Aktionen an wichtigen Hochschulstandorten in der Holzstraße, Wallstraße und Lucy-Hillebrand-Straße sowie am Haus des Erinnerns. Zudem wird am Montag, dem 24. November, ein großes Banner am Balkon des Staatstheaters Mainz angebracht, um die Vorfreude auf die Orange Days zu schüren.

Die Organisatoren möchten auf die unterschiedlichen Formen von Gewalt aufmerksam machen, die Frauen und Mädchen sowohl in der Öffentlichkeit als auch im digitalen Raum erleben. Diese Problematik wird durch alarmierende Zahlen untermauert: Der Anstieg der häuslichen Gewalt in Deutschland um 6,5 Prozent im Jahr 2024, von der 70,5 Prozent der Betroffenen Frauen sind, zeigt, dass es dringend Handlungsbedarf gibt. Alle drei Minuten wird in Deutschland ein Fall häuslicher Gewalt gemeldet. In Städten wie Esslingen stieg die Anzahl hilfesuchender Frauen in Beratungsstellen sogar um 8,3 Prozent.

Öffentliche Diskussion und informative Stände

Ein zentrales Element der „Orange Days“ wird die öffentliche Podiumsdiskussion am Abend des 25. November von 18:00 bis 19:30 Uhr im LUX-Pavillon sein. Dort wird über das Thema „Gewalt durch Worte – wie patriarchale Strukturen im Internet wirken“ diskutiert. Renommierte Expertinnen und Experten, darunter Dr. Jessica Hamed und Prof. Dr. Isabelle Hillebrandt, nehmen an der Diskussion teil, um wichtige Aspekte erörtern zu können.

Die Zentrale Gleichstellungsstelle der Universität Oldenburg beteiligt sich ebenfalls an den Orange Days mit einem Informationsstand am 25. November von 10:00 bis 14:00 Uhr im Mensafoyer. Universitätsangehörige sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen und ein starkes Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Hintergrund der Aktion ist nicht nur die Sichtbarkeit des Themas, sondern auch die Förderung einer Kultur des Respekts und der Gleichberechtigung.

Diese Aktionen sind Teil einer breiteren Bewegung, die den Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November und den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember umfasst. Ziel ist es, nicht nur sensibilisierend zu wirken, sondern auch praktische Wege für Engagierte und Interessierte aufzuzeigen, um sich aktiv für die Rechte von Frauen und Mädchen einzusetzen.

Gemeinsam müssen wir laut werden und Zeichen setzen, um die Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beenden. Die Orange Days sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung und bieten die Gelegenheit zur Reflexion und zum Austausch. Weitere Informationen können auf der Website der Hochschule Mainz und der Zentrale Gleichstellungsstelle der Universität Oldenburg nachgelesen werden: Merkurist, Stuttgarter Nachrichten, Universität Oldenburg.