Wasserkatastrophe in Küblis: 900 Bewohner müssen ohne Dusche auskommen!
In Küblis GR ist die Wasserversorgung wegen Mineralölverunreinigung unterbrochen. 900 Bürger sind betroffen, Notfallmaßnahmen laufen.

Wasserkatastrophe in Küblis: 900 Bewohner müssen ohne Dusche auskommen!
In Küblis im Graubünden müssen rund 900 Einwohner seit einer Woche ohne sauberes Trink- und Duschwasser auskommen. Grund für diese unschöne Situation ist eine Verunreinigung des Wassers mit Mineralöl, die nach einer Alarmmeldung sofortige Maßnahmen erforderte. Die Wasserversorgung wurde vorsorglich unterbrochen, nachdem ein chemischer Geruch in einer Zuleitung festgestellt wurde. Blitzschnell wurden für die Bevölkerung vier Abgabestellen eingerichtet, an denen sie frisches Wasser beziehen können. Geduscht wird zurzeit notgedrungen in Schulen oder bei Verwandten und Bekannten, was bei vielen für Unmut sorgt.
Brunnenmeister Simon Bühler, der normalerweise das Wasser viermal jährlich kontrolliert, führt seit dem Vorfall dutzende Messungen durch, um die Situation im Griff zu behalten. Ueli Wehrli, der Brunnenmeister von Aquagrischa Klosters, berichtet von intensiven Spülarbeiten an den betroffenen Leitungen. Die Lage ist angespannt, denn Landwirte benötigen täglich 4000 Liter Wasser für ihre Tiere, die derzeit per Lastwagen angeliefert werden müssen.
Potenzial der Herausforderungen
Die Gemeindepräsident Thomas Gort warnt, dass sich die Situation weiter verschlechtern könnte, sollte die Verunreinigung nicht schnellstmöglich behoben werden. Im schlimmsten Fall müssten sogar Wasserleitungen ersetzt werden, was enorm aufwendig und kostenintensiv wäre. Die Kantonspolizei Graubünden hat bereits die Ermittlungen aufgenommen, und es wird zusammen mit dem Amt für Natur und Umwelt sowie der Staatsanwaltschaft nach der Ursache des Vorfalls gesucht. Am Freitag wurde bekannt, dass Mineralöl aus der Gemeinde Klosters in die Quellfassung gelangte, doch die genaue Menge ist nach wie vor unklar.
Die Qualität des Trinkwassers in der Schweiz gilt generell als hoch, und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) legt strikte gesetzliche Bestimmungen dazu fest. Diese bestimmen unter anderem, dass Wasserversorger und Eigentümer öffentlicher Gebäude regelmäßig Kontrollen durchführen müssen. Trinkwasser ist das am strengsten überwachte Lebensmittel in der Schweiz, wie das BLV bestätigte. Ein Bericht aus den Jahren 2022-2024 zeigt, dass die Schweiz auf Kurs ist und sowohl die Trinkwasserqualität als auch die Wasserversorgung gesichert ist – abgesehen von Ausnahmefällen wie in Küblis.
Was steht bevor?
Die Bevölkerung wartet gespannt auf eine Informationsveranstaltung, die für den 19. Dezember in Küblis angesetzt ist, um den weiteren Verlauf der Situation zu klären. Es bleibt zu hoffen, dass die Behörde schnell Erfolge bei der Behebung der Probleme hat. In der Zwischenzeit müssen die Bewohner mit den gegebenen Umständen zurechtkommen und auf kommende Lösungen hoffen.
Für mehr Informationen können Interessierte die Meldungen von Nau, Watson und BLV konsultieren.