Ein Buckelwal sorgt derzeit für Aufregung vor der Ostsee-Insel Poel. Private Initiativen haben sich zusammengetan, um das Tier zu retten, das seit seiner ersten Sichtung am 3. März 2026 im Hafen von Wismar mehrfach gestrandet ist. Umweltminister Till Backhaus hat dem Rettungsversuch seine Zustimmung gegeben, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Am Donnerstag, dem 14. April 2026, begannen die Rettungsmaßnahmen, und heute könnte der Wal, abhängig von seinem Gesundheitszustand, erstmals angehoben werden.

Helfer haben bereits fleißig im und am Wasser gearbeitet, und der Wal zeigte phasenweise Aktivität. Der Zustand des Tieres ist jedoch besorgniserregend: Es atmet alle zwei bis fünf Minuten und zeigt Anzeichen von Schwäche. Ein Netz im Mund des Wals wurde als Hauptproblem identifiziert, weshalb die Verantwortlichen alles daransetzen, das Tier zu befreien. Schwere Geräte, Pontons und Spültechnik sind inzwischen auf der Insel Poel eingetroffen, um den Wal mit einem Luftkissen anzuheben und auf einer Plane zwischen zwei Pontons zu transportieren.

Die Herausforderungen der Rettung

Die Kosten für diesen Rettungsversuch sind unklar, doch Walter Gunz, einer der Mitinitiatoren, schätzt, dass es nicht „hundert Millionen“ kosten wird. Dennoch gibt es Bedenken: Wissenschaftler und NGOs warnen vor weiteren Eingriffen, die dem Wal schaden könnten. Es wurde auch bemängelt, dass das Deutsche Meeresmuseum und Sea Shepherd nicht in die Rettungspläne einbezogen wurden. Experten hatten zuvor erklärt, dass der Wal nicht transportiert werden könne und eine Lebendbergung riskant sei.

Minister Backhaus plant, die Erfahrungen aus diesem Vorfall zu nutzen, um länderübergreifende Zusammenarbeit zur besseren Vorbereitung auf Wal-Strandungen zu fördern. Diese Maßnahmen könnten in der Zukunft entscheidend sein, um ähnliche Situationen besser zu bewältigen.

Der kritische Zustand des Wals

In der „heißen Phase“ des Rettungsversuchs, die am Sonntag beginnt, soll der Wal auf die Netzplane gehoben werden. Eine Untersuchung mit einem Endoskop musste jedoch abgebrochen werden, da der Wal Anzeichen von Stress zeigt und schneller atmet. Um den Wal anzuhoben, wurde eine Pumpe ins Wasser gelassen, und Taucher sind direkt am Tier, während die genauen Maßnahmen noch unklar sind. Schwimmpontons wurden um den Wal positioniert, um ihn bei der Hebung zu unterstützen.

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Die DLRG bereitet ebenfalls den Einsatz vor, um die Sicherheit der Helfer zu gewährleisten. Unternehmerin Karin Walter-Mommert berichtet von täglichen Genehmigungen, die für die Rettungsaktion erforderlich sind. Zudem erhielt die Tierärztin Jenna Wallace aus Hawaii eine vorübergehende Approbation zur Ausübung des tierärztlichen Berufs in Deutschland, um im Notfall eingreifen zu können.

Ein Hoffnungsschimmer für den Buckelwal

Die Rettungsaktion des Buckelwals in der Ostsee geht in die entscheidende Phase. Trotz der Bedenken von Meeresbiologen und der Schwierigkeiten, die das Team bewältigen muss, bleibt die Hoffnung, dass der Wal gerettet werden kann. Die anhaltende Unterstützung von Helfern und Experten könnte letztlich den Unterschied machen, um dieses majestätische Tier sicher aus seiner bedrohlichen Lage zu befreien.