Frühe ICE-Verbindungen gestrichen: Pendler in Mecklenburg-Vorpommern in Sorge!
Die Streichung von frühen ICE-Verbindungen in MV ab Mai 2026 sorgt für Kritik von Politikern und Pendlern. Verkehrsminister fordert Lösungen.

Frühe ICE-Verbindungen gestrichen: Pendler in Mecklenburg-Vorpommern in Sorge!
Die Deutsche Bahn nimmt kürzlich in Mecklenburg-Vorpommern eine Veränderungen bei den ICE-Verbindungen vor, die bei Pendlern auf Kritik stoßen. Ab Mai 2026 wird die frühmorgendliche Verbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg gestrichen, was für viele Berufspendler einen herben Rückschlag darstellt. Diese Entscheidung wurde insbesondere von MV-Verkehrsminister Wolfgang Blank scharf kritisiert, der die Bedeutung der ICE-Frühverbindungen für die Attraktivität des Standorts unterstrich. Schiene.de berichtet, dass die Streichung der beiden frühen Verbindungen Pendler zwingt, auf alternative Regionalzüge zurückzugreifen.
Der erste ICE, der im neuen Fahrplan aufgeführt ist, wird um 7:04 Uhr von Rostock abfahren und um 9:12 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof ankommen. Kritiker bemängeln, dass diese Abfahrtszeit für die zahlreichen Pendler unzureichend ist, da sie vor der Generalsanierung noch vor 7 Uhr aus Schwerin fahren und Hamburg vor 8 Uhr erreichen konnten. Für Pendler aus Schwerin, etwa 1.400 sind es regelmäßig, bedeutet dies eine Verschlechterung der bisherigen Verbindungen. Tagesschau.de hebt hervor, dass die Frustration über die Streichung der ICE-Verbindungen wächst, besonders da ein neues Angebot des RE 1 um 5:06 Uhr, 6:09 Uhr und 7:06 Uhr zwar angeboten wird, jedoch etwa 30 Minuten länger für die Strecke benötigt.
Kritik an der Bahn und der Landesregierung
Die Entscheidung zur Streichung der Verbindungen fällt in die Zeit der Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin, die derzeit gesperrt ist. Während der Bauarbeiten wird zwar ein Ersatzbusverkehr angeboten, doch das lässt viele Pendler unzufrieden zurück. Die Bahn begründet ihre Maßnahmen mit dem Verweis auf das wirtschaftliche Fahrgastpotenzial, das für eine frühere Abfahrt um 5 Uhr in Rostock nicht ausreichend sei. Allerdings stellte sich Verkehrsminister Blank entschieden gegen diese Argumentation und forderte die Bahn auf, eine Lösung zu finden. „Die Frühverbindung nach Hamburg ist für unseren Wirtschaftsstandort von zentraler Bedeutung“, so Blank.
Bei dieser Thematik nehmen auch politische Akteure Stellung: CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Peters plant, ein Gespräch mit der neuen Bahnchefin Evelyn Palla zu führen und kritisiert die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) für ihre fehlende Initiative in diesem Fall. Zusätzlich wird der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Stephan J. Reuken, nicht müde, der Landesregierung vorzuhalten, dass sie von der Streichung der Verbindungen informiert war, jedoch nicht reagiert hat. Diese politischen Spannungen zeigen nur allzu deutlich, wie wichtig das Thema für die Pendler in der Region ist.
Fazit und Ausblick
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Streichung der beiden frühen ICE-Verbindungen von Rostock über Schwerin nach Hamburg nicht nur einen Einschnitt für die Pendler darstellt, sondern auch für die gesamte wirtschaftliche Attraktivität Mecklenburg-Vorpommerns relevant ist. Die Verantwortlichen stehen vor der Herausforderung, eine Lösung zu finden, die den Bedürfnissen der Pendler gerecht wird. Auch die anhaltende kommunale und politische Diskussion zeigt, dass hier ein gutes Händchen gefragt ist, um die Interessen der Arbeitnehmenden zu wahren und die Region lebendig zu halten.