Hohe Pegelstände an der Ostsee: Warnungen und Sturmflutgefahr steigen!
Aktuelle Pegelstände und Hochwasserwarnungen in Greifswald und Mecklenburg-Vorpommern am 23.11.2025: Wichtige Informationen und Auswirkungen.

Hohe Pegelstände an der Ostsee: Warnungen und Sturmflutgefahr steigen!
Am heutigen Tag, dem 23. November 2025, ist die Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern mit besorgniserregenden Pegelständen konfrontiert. An mehreren Messstationen, darunter Wismar, Warnemünde und Stralsund, wird die Situation aufmerksam beobachtet. In Warnemünde lag der höchste Hochwasserstand im Laufe der Geschichte bei 770 cm, gemessen im Jahr 1872. Der Mittelwert für das Hochwasser (MHW) beträgt dort 617 cm, während der durchschnittliche Tiefstwert (MNW) 407 cm registriert wurde, wie die Ostsee-Zeitung berichtet.
Kürzlich erlebte die Region eine schwere Sturmflut, die Schäden in Höhe von etwa 56 Millionen Euro anrichtete. Die Stadt Sassnitz steht besonders unter Druck und benötigt dringend 42 Millionen Euro, um die Infrastruktur wiederherzustellen. Unterstützend kommen 6 Millionen Euro hinzu, um die durch künstliche Aufspülungen herbeigeführten Sandverluste an Stränden und Dünen auszugleichen.
Sturmflutklassifikation und Warnsysteme
Sturmfluten an der deutschen Ostseeküste werden in vier Klassen eingeteilt. Die Schulung über diese Klassifizierung ist entscheidend, da jede Klasse unterschiedliche Gefahren birgt. Eine Sturmflut wird beispielsweise zwischen 1,00 bis 1,24 m über dem mittleren Wasserstand definiert, während schwerere Sturmfluten die 1,50 m-Marke überschreiten. Um der Bevölkerung rechtzeitig zu warnen, sind verschiedene Kanäle wie Radio, Fernsehen und soziale Medien im Einsatz. Dies ist besonders wichtig, da Hochwasser aufgrund des Klimawandels in der Zukunft häufiger auftreten könnte.
Die Bundesregierung dokumentiert zwei Jahrzehnte von Sturmfluten, die jüngsten Berichte zeigen den Verlauf und die Auswirkungen von Hochwasserereignissen an der Ostsee und Nordsee.
Klimawandel und Hochwasserrisiko
Besorgniserregend ist, dass Hochwasser weltweit die häufigsten Naturkatastrophen darstellen, wie aktuelle Statistiken aufzeigen. Etwa 37 Prozent aller Naturkatastrophen seit dem Jahr 2000 sind Hochwasserereignisse. Der Klimawandel spielt hierbei eine wesentliche Rolle, da warmer atmosphärischer Druck höhere Niederschläge und häufigere Starkregenereignisse begünstigt. Dies bedeutet, dass besonders entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse circa 400.000 Menschen von Hochwasser bedroht sind.
In Deutschland wird zudem von einem steigenden Hochwasserrisiko berichtet: Rund 7,6 Prozent aller deutschen Adressen sind einem statistischen Hochwasserrisiko ausgesetzt, was die Notwendigkeit eines effektiven Hochwasserschutzes verstärkt. Trotz der Risiken und Schäden, die Hochwasser verursachen, werden in gefährdeten Gebieten weiterhin Wohnhäuser und Infrastruktur genehmigt. Der Wiederaufbau verläuft langsamer als erwartet, was angesichts der bürokratischen Hürden wenig verwunderlich ist.
Um zukünftige Schäden zu minimieren, ist ein konsequenter Ausbau des Hochwasserschutzes sowie die Berücksichtigung natürlicher Rückhalteräume notwendiger denn je. Politische Vorgaben, die risikoreiches Bauen in Hochwassergebieten verhindern, stehen aktuell noch aus. Es bleibt abzuwarten, wie die Gemeinden aus dieser Situation lernen und was sie unternehmen, um die Anwohner zu schützen und für die Zukunft besser gewappnet zu sein.
Für mehr Informationen zu den aktuellen Pegelständen und Warnungen besuchen Sie die Seite der Ostsee-Zeitung, während Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie weitere Informationen über Sturmfluten und Wasserstände finden können. Auch die statistische Auswertung von Hochwasserereignissen finden Sie bei Statista.