Neuer Masterplan: Schnellstraße und Wasserstoff-Hub für Lubmin!
Neue Schnellstraße zwischen Greifswald und Lubmin soll die Region wirtschaftlich stärken und Anbindung verbessern.

Neuer Masterplan: Schnellstraße und Wasserstoff-Hub für Lubmin!
Ein neuer Masterplan für die Region Lubmin bringt frischen Wind und plant umfassende Veränderungen, die vor allem die Anbindung des Energiestandorts verbessern sollen. Eine neue Schnellstraße soll nicht nur eine bessere Erreichbarkeit zur A20 bieten, sondern auch kleinere Ortschaften von Durchgangsverkehr entlasten. Laut Ostsee-Zeitung haben 25 Firmenchefs aus Vorpommern, unter ihnen Gerold Jürgens, diesen ambitionierten Plan entwickelt. Die exakte Trasse der Straße ist derzeit in Prüfung und wird voraussichtlich hinter dem Elisenhain über Land Richtung Kemnitz zur L262 verlaufen.
Die Ortsumgehung für Kemnitz ist bereits im Gespräch, während auch die Greifswald-Eldena umfahren werden soll, um den Lkw-Verkehr in diesen Gebieten zu verringern. Im Rahmen dieser Planungen wird ebenso eine neue Trasse vom Lubminer Energiestandort nach Wolgast geprüft, die die Orte Spandowerhagen, Freest und Kröslin umgehen könnte. Die Baukosten werden auf mehrere Millionen Euro geschätzt, wobei sich die Gesamtlänge der neuen Straße auf etwa 40 Kilometer belaufen soll.
Wachsende Perspektiven in Lubmin
Lubmin entwickelt sich rasant zu einem bedeutenden Standort für erneuerbare Energien. Neben der neuen Schnellstraße ist der geplante Wasserstoff-Hub der Deutsche ReGas ein zentraler Bestandteil dieser Entwicklung. Dieser Hauptstandort für die Wasserstoffproduktion in Mecklenburg-Vorpommern soll bis Ende 2026 eine Elektrolyse mit 200 MW Kapazität in Betrieb nehmen und bis 2028 auf bis zu 500 MW ausgebaut werden. Laut H2-News wird die Produktionskapazität im Rahmen dieses Projekts in mehreren Phasen von anfänglich 30.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr auf bis zu 80.000 Tonnen steigen.
Der H2-Hub wird nicht nur die lokalen Gegebenheiten stärken, sondern auch den industriellen Bedarf im Südwesten Deutschlands sowie in Ostdeutschland decken. David Ibáñez, Leiter der Wasserstoffstrategien, hebt hervor, dass die Region durch dieses Projekt wirtschaftlich profitieren und einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten kann. Die historische Bedeutung Lubmins, einst Standort des größten Atomkraftwerks der DDR, wird somit durch innovative Projekte neu belebt.
Wirtschaftliche Impulse und Arbeitsplätze
Doch der Masterplan bezieht sich nicht nur auf Infrastruktur und Energiewende. Bis 2035 sollen durch Projekte wie Wasserstoff-Hubs, Gaskraftwerke und neue Firmen in Lubmin rund 2000 neue Arbeitsplätze entstehen. Diese Initiative, bekannt als „Energiehafen Nordost“, wächst ständig und hat das Potenzial, die wirtschaftliche Landschaft der gesamten Region nachhaltig zu verändern. Um all dies zu realisieren, werden Fördermittel benötigt, die im kommenden Januar im Regionalen Planungsverband Vorpommern erörtert werden sollen.
Insgesamt wird deutlich, dass Lubmin, mit seiner strategischen Lage und den vielfältigen Entwicklungsprojekten, auf dem besten Weg ist, sich als wichtiger Player in der Energiewende fest zu etablieren. Die kommenden Monate und Jahre versprechen spannende Entwicklungen für die Region.