Neues Alarmierungssystem für Feuerwehren: Schnellere Hilfe durch GPS!
Vorpommern-Greifswald führt 2026 ein georeferenziertes Alarmierungssystem für Feuerwehren ein, um schnellere Einsätze sicherzustellen.

Neues Alarmierungssystem für Feuerwehren: Schnellere Hilfe durch GPS!
Die Feuerwehren in Vorpommern-Greifswald stehen vor einem Paradigmenwechsel: Ein neues, georeferenziertes Alarmierungssystem wird in den kommenden Monaten die alte Ausrückeordnung ablösen. Laut Nordkurier wird das innovative System auf die geografische Position der Einsatzmittel setzen. So können die Wehren jetzt viel flexibler und effektiver agieren, indem immer die nächstgelegenen Fahrzeuge mit den erforderlichen Geräten und Ausbildungen alarmiert werden.
Das Hauptziel dieser Umstellung ist es, die Reaktionszeiten im Ernstfall deutlich zu verkürzen. Bei Verkehrsunfällen rücken künftig die nächstgelegenen Wehren aus, wobei die Leitstelle wasserführende Wagen anhand der kürzesten Distanz anfordert, bis der nötige Löschwasserbedarf abgedeckt ist. Diese moderne Form der Alarmierung wird bereits jetzt in vielen Regionen von Einsatzleitern bei Großschadenlagen erprobt.
Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg
Ein weiterer Vorteil des neuen Systems ist die verbesserte Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren verschiedener Landkreise. So arbeiten etwa die Jarmener Feuerwehr und die Gützkower Feuerwehr eng zusammen, und auch die Loitzer Feuerwehr kooperiert mit der Demminer Wehr. Mithilfe von GPS-Daten der Fahrzeugfunkgeräte wird die Geolokalisierung durchgeführt, um blitzschnell das nächste Rettungsmittel zu alarmieren.
Das System nutzt einen Algorithmus zur optimalen Zuordnung der Einsatzmittel, und die Einsatzstichworte werden an die Empfehlungen für das Land Mecklenburg-Vorpommern angepasst. Informationsveranstaltungen für die Wehrführungen laufen bereits seit Juni, und die Umstellung auf das neue System soll im ersten Quartal 2026 vollzogen werden. Feuerwehrleute haben die Möglichkeit, aktiv Hinweise zur Umsetzung einzubringen.
Die baulichen Herausforderungen
Trotz der fortschrittlichen Technik gibt es jedoch noch Herausforderungen zu meistern. Ein zentrales Problem bleibt die oft unklare Besetzung der Einsatzfahrzeuge, insbesondere tagsüber, wenn viele Einsatzkräfte beruflich unterwegs sind. Der Fachkräftemangel ist auch im Feuerwehrwesen ein Thema.
In der heutigen Zeit gewinnen zudem Geodaten immer mehr an Bedeutung, insbesondere bei Wetterextremen, Hochwassersituationen oder Schadstoffaustritten. Die Feuerwehren nutzen aktuelle Lage- und Notfallkarten, um einen besseren Überblick über die Einsatzstelle zu erhalten, wie Feuerwehr Magazin berichtet. Neueste Technologien, wie satellitengestützte Radarsysteme, erfassen permanent die Erdoberfläche und helfen, Veränderungen durch Katastrophen schnell zu erkennen.
Ein Beispiel für innovative technische Lösungen ist das Einsatzmeldesystem von Dräger, das als benutzerfreundliche App zur Alarmierung von Einsatzkräften dient. Über Smartphones können wichtige Informationen und Einsatzvisualisierungen schnell bereitgestellt werden. Dieses System bietet eine schnelle und verlässliche Alarmierung, die in kritischen Momenten entscheidend sein kann.
Alles in allem zeigt sich: Die Feuerwehren in Vorpommern-Greifswald bereiten sich intensiv auf die Herausforderungen der Zukunft vor. Mit dem georeferenzierten Alarmierungssystem und den neuen Technologien im Gepäck sind sie gut gerüstet, um im Ernstfall schnell und effektiv zu handeln.