Prozess gegen syrische Brüder: Messerattacke und Waffendrohung in Pasewalk!
Prozess gegen zwei Brüder in Neubrandenburg: Anklage wegen versuchtem Totschlag nach Messerattacke in Pasewalk am 15. August 2025.

Prozess gegen syrische Brüder: Messerattacke und Waffendrohung in Pasewalk!
In Neubrandenburg hat am 24. November 2025 ein Prozess gegen zwei Brüder aus Syrien begonnen. Die beiden Männer, 36 und 25 Jahre alt, müssen sich wegen einer dramatischen Messerattacke in Pasewalk verantworten. Sie sind unter anderem wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung angeklagt, wie Nordkurier berichtet.
Die Vorfälle ereigneten sich am 15. August 2025, als die Brüder einen 40-jährigen Mann in seiner Wohnung mit einer Pistole bedrohten. Der Hauptangeklagte, der 36-Jährige, stieß anschließend mit einem Messer in Richtung Hals und Oberkörper des Geschädigten, der dabei am Arm verletzt wurde. Der Geschädigte konnte jedoch fliehen, was ihm wohl das Leben rettete. Während der Festnahme leisteten die Brüder Widerstand gegen die Polizei, was zu leichten Verletzungen eines der Beschuldigten führte, unter anderem durch den Einsatz von Pfefferspray.
Unklare Waffensituation
Die Brüder wurden unmittelbar am Tatort gefasst. Besonders brisant bleibt die Frage, welches Kaliber Waffe sie zur Bedrohung einsetzten und ob es sich um eine scharfe oder eine Schreckschusswaffe handelte, wie in einem Bericht von Stern erwähnt. Der Hauptangeklagte hatte während des Übergriffs auch noch einen weiteren Vorwurf am Hals, nämlich den Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Der jüngere Bruder sieht sich nur der Bedrohung und dem Widerstand gegen die Polizei gegenüber.
Der 36-Jährige sitzt seit Oktober 2024, aufgrund eines anderen Verfahrens, in Haft. Das Gericht plant mehrere Verhandlungstage, und mit einem Urteil wird im Dezember gerechnet. Solch eine gewalttätige Auseinandersetzung wirft ein grelles Licht auf die aktuelle Situation und das Sicherheitsgefühl in der Region.
Gewaltverbrechen in Deutschland
Gewaltverbrechen machen zwar weniger als 4% aller polizeilich erfassten Straftaten in Deutschland aus, ihre Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl sind jedoch enorm. Aktuelle Statistiken zeigen, dass im Jahr 2024 rund 217.000 Gewaltverbrechen registriert wurden, die höchste Zahl seit 2007. Diese steigende Tendenz kann möglicherweise durch wirtschaftliche Unsicherheiten und soziale Belastungen erklärt werden, die auch Migranten betreffen, wie in einem Bericht von Statista erläutert wird. Insbesondere in der Zeit der Corona-Pandemie beobachtete man einen Anstieg von Gewalttaten, die die Gemüter erregten und zu einem gesteigerten Bewusstsein für die Problematik geführt haben.
Die Zahl junger Gewalttäter hat in den letzten Jahren zugenommen, ein Trend, der durchaus Besorgnis erregt. Die ständige psychische Belastung durch die Pandemie wird als weiterer Einflussfaktor in Betracht gezogen. Eine Umfrage aus dem Mai 2024 zeigte, dass 94% der Deutschen Gewalt gegen Personen aus Politik und Polizei als ernstes Problem betrachten.
Die anstehenden Verhandlungen in Neubrandenburg werden daher nicht nur für die betroffenen Brüder, sondern auch für viele Bürger:innen von großem Interesse sein. Die Frage, wie sich solche gewalttätigen Eskalationen künftig vermeiden lassen, bleibt auch nach diesem Prozess ungelöst.