Die kleinen Entdecker der Volkssolidarität-Kita „Am Stadtwald“ in Anklam haben kürzlich einen spannenden Ausflug gemacht, der ihre Wunschberufe um eine neue Facette bereichert hat. Sie besuchten die Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und erhielten faszinierende Einblicke in den Alltag eines Rettungssanitäters. Das Projekt über Berufe, in dessen Rahmen dieser Ausflug stattfand, war nicht nur lehrreich, sondern auch ein großes Abenteuer für die Vorschulkinder.
Kita-Leiterin Uta Puttnins berichtete begeistert von den Erkundungen der Kinder im Rettungswagen und den vielfältigen Aufgaben, die ein Rettungssanitäter zu bewältigen hat. Besonders spannend wurde es, als während des Besuchs mehrere Einsätze eingingen, die die Kinder gespannt beobachten konnten. Diese besonderen Momente sind es, die den Alltag eines Rettungssanitäters so einzigartig machen.
Ein belebter Vormittag
Nach den aufregenden Eindrücken in der Rettungswache setzten die Kinder ihren Ausflug in der angrenzenden DRK-Tagespflege fort. Dort wurden die kleinen Gäste mit verschiedenen Aktivitäten wie Tanzen, Steine bemalen, Basteln mit Salzteig und dem Spielen von „Mensch ärgere dich nicht“ herzlich empfangen. Der Vormittag förderte nicht nur den Austausch zwischen Jung und Alt, sondern gab auch besonders den Kleinen einen tiefen Einblick in die Bedeutung der Arbeit des DRK.
Das DRK ist nicht nur der größte entscheidende Leistungserbringer im Rettungsdienst in Deutschland, sondern auch Arbeitgeber für rund 37.200 Mitarbeiter und etwa 23.000 Ehrenamtliche. Täglich werden ca. 20.000 Einsätze in der Notfallrettung und im Krankentransport durchgeführt. Es ist ein verantwortungsvoller Gesundheitsberuf, der zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt und gleichzeitig sehr erfüllend ist. Zudem sorgt das DRK für eine rund-um-die-Uhr-Hilfe, die 365 Tage im Jahr verfügbar ist, um die Daseinsvorsorge vor Ort zu sichern.
Die Ausbildungswege im Rettungsdienst
Die Ausbildung zum Rettungssanitäter ist abwechslungsreich gestaltet und umfasst insgesamt 520 Stunden. Dabei teilen sich die Ausbildungsinhalte in mehrere Bestandteile: 160 Stunden Theorie, 160 Stunden praktische Erfahrung in einer Klinik und auf einer Rettungswache sowie ein 40-stündiger Abschlusslehrgang. Die theoretische Ausbildung thematisiert wichtige Grundlagen wie Physiologie, Anatomie und Notfallmedizin. Außerdem liegt ein besonderer Fokus auf dem praktischen Umgang mit Medizingeräten. Die Ausbildung wird nicht nur von Hilfsorganisationen, sondern auch von privaten Rettungsdienstschulen angeboten, um den verschiedenen Bedürfnissen der angehenden Rettungssanitäter gerecht zu werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Ausbildungskosten häufig durch einen Bildungsgutschein gefördert werden können, was den Einstieg in diesen abwechslungsreichen Beruf erleichtert. Die Zulassungsvoraussetzungen sind relativ unbürokratisch: Ein Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Schulabschluss sind ausreichend.
Insgesamt stellt der Besuch der Kita-Kinder bei den Rettungssanitätern eine wunderbare Gelegenheit dar, den Kindern die Wichtigkeit und Vielfältigkeit dieses Berufs näherzubringen. Es zeigt sich, dass Neugier und Wissensdurst bereits in jungem Alter gefördert werden sollten, um künftige Generationen für Berufe im Gesundheitswesen zu begeistern.