Deutschland wird bargeldlos: Debitkarte überholt Bargeld als Liebling!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

In Güstrow wird der Trend zu bargeldlosen Zahlungen verstärkt, wie aktuelle Umfragen und Studien zeigen.

In Güstrow wird der Trend zu bargeldlosen Zahlungen verstärkt, wie aktuelle Umfragen und Studien zeigen.
In Güstrow wird der Trend zu bargeldlosen Zahlungen verstärkt, wie aktuelle Umfragen und Studien zeigen.

Deutschland wird bargeldlos: Debitkarte überholt Bargeld als Liebling!

Die Zahlungsmethoden in Deutschland wandeln sich rasant. Eine aktuelle Umfrage von Visa verdeutlicht, dass immer mehr Menschen in Deutschland das Bezahlen per Smartphone oder Bankkarte bevorzugen. Ganz im Trend liegt das Licht der Debitkarte, die mit 38 Prozent als beliebtestes Zahlungsmittel hervorgeht. Bargeld bleibt zwar eine Option, doch sein Anteil an den bevorzugten Zahlungsmethoden schwindet. So haben 27 Prozent der Befragten Bargeld als ihre erste Wahl angegeben, während mittlerweile nur noch 44 Prozent der Menschen Bargeld bei sich tragen, hauptsächlich als Notfallreserve, falls kein digitales Bezahlen möglich ist. Vor allem Jüngere, insbesondere die Gen Z, neigen dazu, ihre Zahlungen per Smartphone abzuwickeln. Hier nutzen 42 Prozent der unter 25-Jährigen ihr Handy als bevorzugtes Zahlungsmittel, wie nordkurier.de berichtet.

Was sind die Gründe für diesen Trend? Die Mehrheit der Befragten, stolze 71 Prozent, äußert den Wunsch, an jedem Ort bargeldlos bezahlen zu können. Einfältige Geschäfte, die nur Barzahlung akzeptieren, erleben das Nachsehen, denn 20 Prozent der Konsumenten möchten diese Geschäftsarten meiden. Besonders unter den unter 35-Jährigen sind es gar 31 Prozent, die solche Läden links liegen lassen. Diese Entwicklung bestätigt auch die Deutsche Bundesbank. Laut einer Studie ist der Anteil der Barzahlungen in Deutschland von 58 Prozent im Jahr 2021 auf 51 Prozent in diesem Jahr gesunken – ein Rückgang, der zeigt, dass sich die Welt der Finanzen in Schwung bringt.

Mobile Payment im Aufwind

Ein weiteres Highlight ist die rasant steigende Nutzung des Mobile Payments. Der Anteil an diesen Zahlungen hat sich gegenüber 2021 verdreifacht und macht nun 6 Prozent aller Transaktionen aus. Der Trend ist klar: 23 Prozent der Befragten ziehen mittlerweile das Bezahlen per Smartphone vor, eine Steigerung um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2020 lag dieser Wert noch bei mageren 12 Prozent. Auch hier gibt es eine bemerkenswerte Veränderung: 32 Prozent der Menschen nutzen gelegentlich ihr Smartphone für Zahlungen, während 97 Prozent der Umfrageteilnehmer mindestens eine Debitkarte besitzen. Das zeigt, dass bargeldloses Zahlen hoch im Kurs steht, trotz der nach wie vor existierenden Skepsis gegenüber Echtzeitüberweisungen. 56 Prozent der Befragten haben Bedenken, dass das Geld nicht zurückgebucht werden kann, und 20 Prozent meiden diese Form der Zahlung gänzlich.

Bargeld: Vergangenheit oder Zukunft?

Die Zukunft der Barzahlung ist ungewiss. Während 44 Prozent der Befragten auch in Zukunft auf Bargeld setzen möchten, sind 50 Prozent überzeugt, dass Bargeld in 15 Jahren nahezu verschwunden sein wird. Ein deutlicher Anstieg von 6 auf 15 Prozent zeigt, wie schwierig der Zugang zu Bargeld inzwischen empfunden wird. Diese Wahrnehmung führt dazu, dass 80 Prozent der Zahlungen im Einzelhandel theoretisch bargeldlos hätten abgewickelt werden können – ein Beleg für die bestehende Bargeldmüdigkeit. Der Zugang zu Bargeld wird als zunehmend mühsam empfunden, was die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit unterstreicht; 94 Prozent der Transaktionen waren 2023 möglich, ohne Bargeld zu verwenden.

Das Zahlungsverhalten der Deutschen ist im Umbruch. Die Akzeptanz für bargeldlose Optionen nimmt zu, während Bargeld auf dem Rückzug ist. Der Anteil derjenigen, die auf Barzahlung setzen, nimmt ab, und eine klare Mehrzahl wünscht sich die Flexibilität, in der digitalen Zahlungswelt zu agieren. Die Deutscher Bundesbank ist sich dieser Herausforderung bewusst und arbeitet daran, Bargeld als kostengünstiges Zahlungsmittel in der Gesellschaft zu verankern und zukunftssicher zu gestalten, um den Menschen eine Wahl zu lassen.

Die Ergebnisse dieser Umfrage und Studien sind nicht nur ein Abbild des gegenwärtigen Konsumverhaltens, sondern auch ein spannender Blick in die Zukunft des Bezahlens in Deutschland. Die Veränderungen sind deutlich spürbar und es bleibt abzuwarten, wie der Markt und die Verbraucher auf diese Transformation reagieren werden. Die Finanzen im Alltag werden sich weiterentwickeln, und es ist wichtig, mit dem Puls der Zeit mitzuhalten. Immerhin sagt man, wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.