Vogelgrippe: Kranichsterben zeigt erste alarmierende Folgen in MV!
Eine Analyse der Vogelgrippe in Güstrow: Kranichsterben, Auswirkungen auf die Tierzucht und notwendige Maßnahmen.

Vogelgrippe: Kranichsterben zeigt erste alarmierende Folgen in MV!
In einem kleinen Dorf am Nordufer des Großtessiner Sees wurde ein toter Kranich auf einem Grundstück entdeckt. Dieses traurige Ereignis steht im Zusammenhang mit der ausbreitenden Vogelgrippe H5N1, die in diesem Jahr in Deutschland bereits 18.000 tote Kraniche gefordert hat. Besonders betroffen sind Regionen wie Brandenburg, wo über 1.000 Kraniche in einem Vogelschutzgebiet verendet sind. Mecklenburg-Vorpommern, der Ort des jüngsten Fundes, bleibt jedoch etwas verschont im Vergleich zu anderen Bundesländern, wie nordkurier.de berichtet.
Der Kranich als Zugvogel ist besonders anfällig für das H5N1-Virus. Im Herbst wurde eine alarmierend hohe Sterblichkeit bei diesen Vögeln festgestellt, was auf die Ausbreitung des Virus über den Vogelzug hinweist. Schätzungen zufolge sind bis zu 10% der westeuropäischen Zugvögel betroffen. Besonders im Landkreis Rostock wurden 105 Kraniche tot aufgefunden, und insgesamt verendeten in Mecklenburg-Vorpommern etwa 560 dieser majestätischen Vögel. Der erste Fall in der Region wurde am 3. Oktober 2025 gemeldet
Auswirkungen auf die Tierzucht
Das H5N1-Virus hat nicht nur Auswirkungen auf die Kranichpopulation, sondern sorgt auch in der Tierzucht für gravierende Probleme. In Deutschland mussten seit Anfang Oktober 400.000 Nutztiere, darunter Hühner und Enten, wegen des Virus getötet werden, nachdem in Geflügelbetrieben Ausbrüche festgestellt wurden. Strenge Hygienemaßnahmen, Schutz- und Überwachungszonen sollen die Situation entschärfen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fordert zudem eine Erhöhung der finanziellen Entschädigungen für die betroffenen Betriebe von 50 auf 110 Euro pro wertvollem Tier bei der EU.
Zur Eindämmung der Vogelgrippe sind umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, darunter die Sperrung betroffener Bestände für 21 Tage und die Implementierung von Schutzzonen mit einem Radius von drei Kilometern. Nutzviehhalter müssen sicherstellen, dass ein Kontakt zwischen Wildvögeln und ihrem Geflügel verhindert wird. Die Bevölkerung wird vom NABU aufgefordert, tote oder kranke Vögel nicht selbst anzufassen und diese umgehend dem Veterinäramt zu melden, wie deutschlandfunk.de hinweist.
Langfristige Perspektiven
Die langfristigen Auswirkungen der Vogelgrippe auf die Kranichpopulation sind derzeit noch ungewiss. Während Experten berichten, dass die Kranichpopulation sich insgesamt robust zeigt und sich von diesen Bedrohungen erholen kann, bleibt die Gefahr neuer Infektionen hoch. Zudem gibt es bislang keine einheitlichen Strategien seitens der Veterinärämter, was zu Verwirrung und Überforderung führt. Vorschläge zur Verbesserung beinhalten unter anderem die Bereitstellung von Schutzkleidung und die Einrichtung eines Krisenstabs.
Mit über 2.000 bereits gestorbenen Kranichen in Deutschland ist der Handlungsbedarf klar. Die Bevölkerung und die Landwirte müssen zusammenarbeiten, um die Verbreitung des H5N1-Virus einzudämmen und einen Verlust der Kranishe und Nutztierbestände zu verhindern. Das Friedrich-Loeffler-Institut beobachtet die Ausbreitung und erwartet eine weitere Zunahme von Fällen unter Wildvögeln.
Obwohl eine Übertragung des Virus auf Menschen als extrem unwahrscheinlich gilt, ist es dennoch wichtig, wachsam zu bleiben und alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Über 400.000 Tiere in Geflügelbetrieben wurden und werden zur Bekämpfung der Vogelgrippe getötet, um die Gesundheit sowohl von Mensch als auch Tier sicherzustellen. Die anfängliche Hoffnung auf schnelle Erholung bei der Kranichpopulation könnte durch anhaltende Risiken in der Geflügelzucht immer wieder in Frage gestellt werden, was die Zukunft vieler Tiere bedroht, wie zeit.de berichtet.