Krankentransporte in Gefahr: Taxifahrer warnen vor Versorgungsengpass!

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Taxiverband in Mecklenburg-Vorpommern warnt vor versorgungsengpässen bei Krankentransportes. Verhandlungen mit Kassen gescheitert.

Taxiverband in Mecklenburg-Vorpommern warnt vor versorgungsengpässen bei Krankentransportes. Verhandlungen mit Kassen gescheitert.
Taxiverband in Mecklenburg-Vorpommern warnt vor versorgungsengpässen bei Krankentransportes. Verhandlungen mit Kassen gescheitert.

Krankentransporte in Gefahr: Taxifahrer warnen vor Versorgungsengpass!

Das Taxigewerbe in Mecklenburg-Vorpommern sieht sich seit Jahren mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Fast 500 Taxiunternehmen haben seit dem Jahr 2000 geschlossen, was einem Rückgang von 60 Prozent des Gewerbes entspricht. Diese alarmierenden Entwicklungen wurden jüngst bei einer Mitgliederversammlung des Landesverbands thematisiert. Verbandschef Guido Sembach äußerte dabei seine Bedenken, ein konkretes Angebot den Mitgliedern zu präsentieren, während die Krankenkassen AOK, Barmer und IKK den Rückgang schlicht ignorieren.Taxi Heute berichtet.

Die Verhandlungen mit den Krankenkassen über die Finanzierung von Krankentransporten stehen fassbar auf der Kippe. Sembach erklärte, dass die Gespräche gescheitert seien und die Vergütungsliste zum Jahresende gekündigt werden wird. Taxifahrer fragen sich, wie sie dies stemmen sollen, denn wie die letzten Jahre gezeigt haben, ist die aktuelle Vergütung für Krankenbeförderungen nicht tragbar. Die Unternehmen sind entschlossen, sich gegen die von den Kassen angebotenen Tarifsätze zu wehren, die in vielen Fällen bis zu 30 Prozent unter dem Niveau anderer Bundesländer liegen. Beispiel gefällig? Eine sitzende Patientenfahrt von 5 km wird in Mecklenburg-Vorpommern mit 15 Euro abgerechnet, während man in Thüringen dafür über 20 Euro erhält.Nordkurier ergänzt.

Versorgungsengpässe drohen

Ein weiteres großes Anliegen des Verbands ist die Sicherheit für Krankenfahrten, beispielsweise Dialyse- oder Chemotherapiereisen. Ab Januar 2026 könne die medizinische Versorgung laut Verbandsvorstand Maik Göricke gefährdet sein. Die Taxiunternehmen haben sich in der Vergangenheit zurückgehalten, um einen Konflikt auf Kosten der Patienten zu vermeiden. Daher hoffen sie auf Unterstützung von medizinischen Einrichtungen, um auf die prekäre Lage aufmerksam zu machen und diese zu entschärfen. Die Kassen hingegen bleiben stur und argumentieren, dass die gesetzlichen Anforderungen an die Versorgung der Versicherten erfüllt seien, obwohl die Taxiunternehmen sich in einer immer schwieriger werdenden Situation befinden.Taxi Heute führt aus.

Die Unfähigkeit der Kassen, entsprechend auf die Lösungsvorschläge des Verbands einzugehen, hat bei den Mitgliedern für Enttäuschung gesorgt. Ein als Dumping-Angebot empfundener Vorschlag führte dazu, dass die Verhandlungen als gescheitert erklärt wurden. Verhandlungen über mögliche Anpassungen der Tarife stießen ebenfalls auf taube Ohren, da die Kassen lediglich kleinen Tarifsteigerungen von 5,53 Prozent ihre Zusage gaben, was die steigenden Kosten nicht einmal annähernd ausgleicht.Nordkurier hebt hervor.

Ein Appell an die Politik

Mit dem drohenden Wegfall der Finanzierungsgrundlage haben die Taxiunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern nicht nur ihre Existenzgrundlage im Blick, sondern auch die Auswirkungen auf die Patienten. Sie fordern eine Angleichung der Tarife an das Niveau anderer Bundesländer sowie zweistellige Zuwachsraten, um den Betrieb weiterhin wirtschaftlich gestalten zu können. Das Taxigewerbe steht vor einem Dilemma, das nicht nur die Branche selbst, sondern auch zahlreiche Patienten direkt betrifft. Die Antworten der Krankenkassen sind bisher unzureichend und sorgen weiterhin für Unsicherheit.Taxi Heute schließt mit einem eindringlichen Kommentar.