Ehrenamtliche Rentner bringen Grambow in Fahrt: Neues Rufbus-System!
Grambow startet ein Ehrenamt-Rufbus-Projekt mit Rentnerfahrern, um den ÖPNV zu verbessern und Kosten zu sparen.

Ehrenamtliche Rentner bringen Grambow in Fahrt: Neues Rufbus-System!
In der Gemeinde Grambow bei Schwerin wird seit kurzem ein Pilotprojekt im Rufbus-System umgesetzt. Wie NDR berichtet, haben sich vier ehrenamtliche Rentner bereit erklärt, die Fahrten zu übernehmen. Bürgermeister Sven Baltrusch von der CDU hebt hervor, dass jeder Bürger die Möglichkeit hat, sich in diesem Projekt zu engagieren. Eine Voraussetzung für die Fahrer ist ein Beförderungsschein, den sie besitzen müssen.
Zusätzlich erhalten die Rufbushelfer eine Aufwandsentschädigung von Nahbus, wie Nahbus erläutert. Silke Fischer, Sprecherin des Unternehmens, merkt an, dass Nachbarn am Steuer die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) signifikant erhöhen können. Dies kommt nicht nur der Gemeinde zugute, sondern spart auch Geld. Bürgermeister Baltrusch verdeutlicht: “Spart der Kreis, spare auch Grambow”.
Einsatz und Ausbau des Projekts
Aktuell sind die Einsätze der Fahrer auf die Zeiten von 6 bis 18 Uhr beschränkt. Langfristig ist jedoch geplant, die Ehrenamtlichen ganztägig einzusetzen. Dieses Angebot könnte dazu führen, dass der Betrieb in Randzeiten durch ein Subunternehmen von Nahbus überflüssig wird.
Das Rufbus-System ist Teil einer größeren Mobilitätsoffensive im Land Mecklenburg-Vorpommern, die am 1. März 2024 flächendeckend starten soll, so Regierung MV. Ziel ist es, ein landesweites Rufbus-System mit einheitlichen Qualitätsstandards aufzubauen. Ingesamt werden 33 Rufbus-Linien eingerichtet, die von Montag bis Samstag zwischen 5.00 Uhr und 22.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unterwegs sind. Wer ein Rufbus nutzen möchte, muss diesen jedoch mindestens eine Stunde im Voraus bestellen.
Finanzielle Unterstützung
Für den Aufbau des Rufbussystems hat das Wirtschaftsministerium eine Gesamtförderung von 13,5 Millionen Euro für 2024 bereitgestellt. Die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 1,45 Millionen Euro übergeben. Bereits im Jahr 2023 wurden 13 Millionen Euro für den Aufbau dieser Systeme bereitgestellt, und auch die Finanzierung für die Folgejahre ist sichergestellt.
Mit der Einführung des Rufbus-Systems und der engagierten Unterstützung ehrenamtlicher Fahrer zeigt die Gemeinde Grambow nicht nur, dass sie ein gutes Händchen für die Mobilität ihrer Bürger hat, sondern auch, wie ehrenamtliches Engagement positiv zur Lebensqualität in der Region beiträgt.