Mecklenburger Backstuben in Insolvenz: Über 400 Mitarbeiter betroffen!

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Die Mecklenburger Backstuben GmbH beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung. 55 Filialen und über 400 Mitarbeiter betroffen.

Die Mecklenburger Backstuben GmbH beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung. 55 Filialen und über 400 Mitarbeiter betroffen.
Die Mecklenburger Backstuben GmbH beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung. 55 Filialen und über 400 Mitarbeiter betroffen.

Mecklenburger Backstuben in Insolvenz: Über 400 Mitarbeiter betroffen!

Die Mecklenburger Backstuben GmbH, eine traditionsreiche Großbäckerei aus Mecklenburg-Vorpommern, sorgt derzeit für Aufsehen: Das Unternehmen hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Der entsprechende Antrag wurde beim Amtsgericht Neubrandenburg eingereicht, und es wurde ein Sachverwalter bestellt, der die Situation nun überwacht. Diese Maßnahme erlaubt der Unternehmensleitung, die Handlungsfähigkeit zu bewahren und eigenständig an einer Sanierung zu arbeiten. Wie Merkur berichtet, sind die Gehälter der über 400 Mitarbeiter bis Januar durch Insolvenzgeld abgesichert. Glücklicherweise bleiben die 55 Filialen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg geöffnet.

Die Mecklenburger Backstuben blicken auf eine 40-jährige Tradition zurück und bieten ein vielfältiges Sortiment an Backwaren an. Doch in letzter Zeit wurde der Druck durch Discountern immer größer, was dem Unternehmen stark zu schaffen machte. Zudem stagnierten die Umsätze aufgrund enorm gestiegener Personal-, Energie- und Einkaufskosten. Auch der Rechtsanwalt des Unternehmens macht deutlich, dass die Preiserhöhungen nicht einfach an die Kunden weitergegeben werden können, was die Lage zusätzlich verschärft. Laut Berichten des Norddeutschen Rundfunks gab es Anfang 2025 erhebliche innerbetriebliche Turbulenzen, die schließlich zur Kündigung von 50 Beschäftigten in der Tiefkühlproduktion führten.

Sanierungsplan und Perspektiven

Im Rahmen des Sanierungsplans will die Geschäftsführung nun die Kostenstrukturen optimieren und Prozesse sowie die Liquiditätsplanung schärfen. Es wird betont, dass weitere Kündigungen während der Insolvenz nicht geplant sind, selbst wenn das Unternehmen vor großen Herausforderungen steht. Der Wunsch, Entlassungen zu vermeiden, ist klar, da die Belegschaft als wertvoller Bestandteil des Unternehmens betrachtet wird.

Das Insolvenzverfahren ist allerdings nicht nur ein lokales Phänomen. Im Jahr 2024 haben in Deutschland insgesamt 21.812 Unternehmen Insolvenz angemeldet, was einem Anstieg um 22,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, so die Informationen von IFM Bonn. Dies zeigt die angespannte wirtschaftliche Lage, in der wir uns befinden. Auch die Mecklenburger Backstuben sind von diesen Entwicklungen betroffen.

Die Wettbewerbsbedingungen in der Branche sind alles andere als rosig, und die Bäckereikette muss sich nun strategisch neu ausrichten, um aus dieser Krise gestärkt hervorzugehen. In Zeiten, in denen selbst einst erfolgreiche Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, bleibt abzuwarten, wie die Mecklenburger Backstuben ihre jahrzehntelange Tradition fortführen können.