Mehr Personal und bessere Qualität: Kitas in MV auf dem Vormarsch!
Mecklenburg-Vorpommern verbessert die Kita-Qualität durch mehr Personal und kostenlose Bildungseinrichtungen ab 2025.

Mehr Personal und bessere Qualität: Kitas in MV auf dem Vormarsch!
Was tut sich in Mecklenburg-Vorpommern? Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) setzen alles auf die Verbesserung der Kindertagesstätten im Bundesland. Ihr Ziel ist klar: die Qualität frühkindlicher Bildung soll erhöht und Kitas gratis angeboten werden. Oldenburg verdeutlicht, wie wichtig die Verbindung zwischen guter Bildung und hochwertigen Arbeitsbedingungen für die Fachkräfte ist. Mit verschiedenen Maßnahmen möchte die Landesregierung die Situation in den Kitas erheblich verbessern, um sowohl Eltern als auch Fachkräfte zu entlasten. SVZ berichtet, dass bereits zahlreiche Initiativen in die Wege geleitet wurden.
Ein Beispiel für die fortschreitenden Bemühungen ist die Veröffentlichung der Stellungnahme „Gesunde Fachkräfte, gute Bildung: Personal und Qualität in der frühen Bildung sichern“ durch die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz. Diese Stellungnahme thematisiert entscheidende Aspekte wie Gesundheit, Resilienz und die Arbeitsbedingungen von frühpädagogischen Fachkräften und deren Einfluss auf die Bildungsqualität sowie Chancengerechtigkeit. Oldenburg betonte, dass trotz bereits umgesetzter Verbesserungen weitere Schritte erforderlich sind, um eine nachhaltige Veränderung herbeizuführen.
Standardisierung für bessere Qualität
Ein zentrales Element dieser Bemühungen ist der kürzlich unterzeichnete Landesrahmenvertrag, der von zentralen Akteuren der Kindertagesförderung ratifiziert wurde. Ziel ist die Vereinheitlichung von Qualitätsentwicklungszielen, die unter anderem einen einheitlichen Personal- und Leistungsschlüssel sowie klare Vorgaben zur Arbeitszeitberechnung beinhalten. Auf diese Weise sollen bis zu 700 zusätzliche Fachkräfte in die Kitas geholt werden, was enorme Entlastungen für die bestehenden Teams mit sich bringen könnte. Der Bildungsminister konstatierte, dass Steuergelder gezielt bei den Kindern und Erziehern ankommen müssen, um langfristige Verbesserungen herbeizuführen.
Doch wie steht es um die Befähigung der Fachkräfte? Laut einem aktuellen Bericht den Frühe Chancen bereitstellte, ist das Ziel, bis zu 85 % des pädagogisch tätigen Personals mit einer anerkannten Erzieherausbildung oder einem entsprechenden Hochschulabschluss zu qualifizieren. Aktuell kann dieser Standard aufgrund des Fachkräftemangels nur schrittweise erreicht werden. Ein erster Schritt sieht vor, dass bereits fünf Jahre nach Inkrafttreten des Qualitätsentwicklungsgesetzes eine Quote von 72,5 % verbindlich geregelt wird.
Die Reaktion der Bevölkerung
In der jüngeren Vergangenheit gab es deutlich hörbare Stimmen der Bürger. Mitte Oktober demonstrierten rund 5.500 Menschen in Schwerin gegen die vermeintlichen Kürzungen bei Kitas und im Sozialbereich. Doch das Bildungsministerium wies diese Vorwürfe zurück; es wurde vielmehr auf die Notwendigkeit einer besseren Dokumentation der Verwendung staatlicher Gelder hingewiesen. Hier bleibt abzuwarten, ob sich das Vertrauen der Bevölkerung in die örtlichen Kitas und deren Ressourcenbehandlung tatsächlich restaurieren lässt.
Insgesamt ist die Aufbruchsstimmung in Mecklenburg-Vorpommern für die frühkindliche Bildung durchaus spürbar. Das Engagement von Ministerpräsidentin Schwesig und Bildungsministerin Oldenburg könnte der Schlüssel zu qualitativ besseren und gut ausgestatteten Kitas sein, die sowohl den Bedürfnissen der Kinder als auch denen der Fachkräfte gerecht werden. Ein großes Projekt, dessen Fortschritt mit Spannung verfolgt werden kann.