Was läuft in Mecklenburg-Vorpommern? An diesem grauen Novembertag zeigt sich das Bundesland von seiner besten Seite in puncto erneuerbare Energien. Nur selten finden sich so gute Nachrichten auf dem Energiesektor wie hier. Tatsächlich beträgt der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung in MV erstaunliche 88%. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt liegt bei schlappen 54%. Damit belegt MV in Deutschland den ersten Platz beim Ökostrom-Anteil im Bundesländervergleich, was die Region zu einem echten Vorreiter in Sachen grüner Strom macht. Nordkurier berichtet, dass fossile Brennstoffe wie Gas, Kohle und Öl in Mecklenburg-Vorpommern eine marginale Rolle bei der Stromproduktion spielen und lediglich noch rund 12% zur Gesamtproduktion beitragen.

Woran liegt das? Ein Blick auf die beeindruckenden Zahlen verrät: In MV stehen fast 65.000 Windräder und Solaranlagen. Im Jahr 2023 wurden allein rund 19.000 Gigawattstunden elektrische Energie produziert. Davon kamen erstaunliche 11.565 Gigawattstunden von Windkraftanlagen. Das ist ein großer Teil der Stromversorgung! Energie aus Solaranlagen macht dabei etwa 15% aus. Das zeigt, dass die Bürger und Gemeinden in MV ein gutes Händchen für die Energiewende haben.

Wachstum der erneuerbaren Energien

Und das ist noch nicht alles: Die Anzahl der Windkraftanlagen hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt. Von 1.100 Windrädern im Jahr 2005 ist die Zahl auf heute 2.165 gestiegen. Aber auch die Photovoltaikanlagen boomen: über 61.700 dieser Anlagen sind mittlerweile in Betrieb, im Vergleich zu gerade mal 951 im Jahr 2005. Diese Entwicklung macht MV zu einer der wichtigsten Erzeugerregionen für grünen Strom in Deutschland, was insbesondere im Hinblick auf den potenziellen Ausbau zur Herstellung von „grünem Wasserstoff“ von Bedeutung ist.

Ein weiterer Grund, warum es in MV so gut läuft, ist das neue Bürger- und Gemeindebeteiligungsgesetz. Dieses sieht standardisierte Zahlungen an Gemeinden für neuerrichtete Windräder und große Photovoltaikanlagen vor. So profitieren nicht nur die Investoren, sondern auch die Gemeinden und ihre Bürger von der Energiewende. Da liegt was An!

Ein Blick in die Zukunft

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Mecklenburg-Vorpommern führt dazu, dass mehr elektrischer Strom erzeugt wird, als verbraucht. Das verspricht auch für die kommenden Jahre eine positive Entwicklung. Der Weg in die Zukunft ist klar: MV setzt auf grüne Energien und zeigt damit anderen Bundesländern, wie es geht. Der Trend ist unübersehbar – auch die Bevölkerung hat erkannt, wie wichtig es ist, die Energiezukunft nachhaltig zu gestalten.

In einer Zeit, in der der Klimawandel in aller Munde ist, ist Mecklenburg-Vorpommern ein Paradebeispiel dafür, wie Energiewende erfolgreich gelebt werden kann. Und wer weiß? Vielleicht wird das Bundesland auch bald in anderen Bereichen einen Platz an der Sonne erobern. Bleiben wir gespannt!