Damhirsch verursacht zwei spektakuläre Autounfälle bei Neukalen!
Zwei Verkehrsunfälle bei Neukalen, verursacht durch einen Damhirsch, führen zu erheblichem Sachschaden. Beide Autofahrer blieben unverletzt.

Damhirsch verursacht zwei spektakuläre Autounfälle bei Neukalen!
Am Donnerstagnachmittag, dem 4. Dezember 2025, wurde die L20 zwischen Gülitz und Neukalen Schauplatz eines unglücklichen Vorfalls: Ein Damhirsch sorgte für gleich zwei Verkehrsunfälle, die einen Sachschaden von rund 40.000 Euro verursachten. Trotz der dramatischen Situation blieben die beiden Autofahrer glücklicherweise unverletzt. Doch der Hirsch selbst überlebte die Kollisionen nicht.
Der Vorfall ereignete sich gegen 16.30 Uhr. Der Hirsch sprang plötzlich auf die Landesstraße und direkt vor einen Audi, der von einem 45-jährigen Mann gesteuert wurde. Trotz einer heftigen Bremsung konnte der Autofahrer die Kollision nicht verhindern. Der Aufprall schleuderte den Hirsch auf die Gegenfahrbahn, wo es zu einem weiteren Zusammenstoß mit einem VW kam, hinter dem das Fahrzeug einer 63-jährigen Fahrerin steuerte. Beide Wagen waren nach den Kollisionen stark beschädigt und mussten letztlich abgeschleppt werden. Für den Hirsch kam jede Hilfe zu spät; er starb an der Unfallstelle, wie NDR berichtet.
Besondere Gefahren im Dämmerlicht
Die Polizei mahnt zur Vorsicht, insbesondere in der Dämmerungszeit, in der Wildtiere oft auf Futtersuche sind und vermehrt auf Straßen antreffen. Dies ist eine riskante Zeit für Fahrzeugführer, da Wildunfälle in dieser Zeit häufig vorkommen. Statistiken zeigen, dass Wildwechsel besonders in landschaftlich bewaldeten Gebieten oft zu unliebsamen Überraschungen führen können, vor allem wenn sich Wald, Straße und Offenland kreuzen. Das Wild sucht bekanntlich nach Futter und überquert dabei oft unachtsam die Straße, was tragische Folgen haben kann.
Präventionsmaßnahmen für mehr Sicherheit
Um ähnlichen Vorfällen entgegenzuwirken, wird bereits an Wildunfallpräventionsmaßnahmen geforscht, die am Beispiel von Rehen getestet werden. Diese verständigen sich mithilfe von Satellitentelemtrie über Bewegungsmuster und Straßenquerungen, um gefährliche Punkte besser identifizieren zu können. Mit Videoüberwachung und Fotofallen werden Wildunfallschwerpunkte systematisch analysiert. Es wird sogar ein Netzwerk aus spezialisierten Unteren Forstbehörden, Waldbesitzern und der Jägerschaft gebildet, um die Risiken zu minimieren. Die Prävention hat das Ziel, sowohl die Tiere zu schützen als auch die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren Waldwissen.
Insgesamt bleibt der Vorfall bei Neukalen ein eindringlicher Hinweis auf die Gefahren, die Wildtiere im Straßenverkehr mit sich bringen. Autofahrer sollten besonders in jagdlich geprägten Landschaften ein waches Auge haben, um möglichen Kollisionen vorzubeugen. Denn niemand möchte das Unglück auf der Straße erleben, sowohl für die Menschen als auch für die Tiere. Nordkurier berichtet, dass es hilfreich sein könnte, dass gerade zur Dämmerung die Fahrer besonders vorsichtig fahren sollten.