Neubrandenburg entdeckt Ostmoderne: Bürger sollen Kunst melden!

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Neubrandenburg erforscht mit dem Projekt "Ostmoderne" Kunstwerke aus der DDR. Bürger sind eingeladen, Denkmale zu melden.

Neubrandenburg erforscht mit dem Projekt "Ostmoderne" Kunstwerke aus der DDR. Bürger sind eingeladen, Denkmale zu melden.
Neubrandenburg erforscht mit dem Projekt "Ostmoderne" Kunstwerke aus der DDR. Bürger sind eingeladen, Denkmale zu melden.

Neubrandenburg entdeckt Ostmoderne: Bürger sollen Kunst melden!

Was tut sich in Neubrandenburg? Die Stadt ist aktuell im Aufbruch und hat sich ein ehrgeiziges Projekt zur Aufgabe gemacht: Unter dem Titel “Ostmoderne” wird die Untersuchung von Kunstwerken im öffentlichen Raum vorangetrieben. Insbesondere ein Wandrelief an der Fassade der Grillbar soll auf seinen denkmalpflegerischen Wert geprüft werden. Der Oberbürgermeister Nico Klose hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, weitere Werke zu melden, die für eine mögliche Erfassung in Betracht kommen. „Jeder Hinweis ist wertvoll“, betont Klose.

Das Projekt “Ostmoderne” hat sich als sehr bedeutend herausgestellt. Laut NDR stammen bereits fast jedes dritte Denkmal in Neubrandenburg aus der Zeit der DDR, und die Stadt beabsichtigt, künftig viele dieser Objekte zu schützen und zu bewerten.

Erforschung der Kunst im öffentlichen Raum

Die beiden Kunsthistorikerinnen, die mit der Untersuchung betraut sind, haben ein Aluminium-Wandbild, das ehemals die Grillbar zierte, genau unter die Lupe genommen. Dieses Bild könnte, falls es als schützenswert eingestuft wird, sogar einen Platz unter Denkmalschutz finden. Und das ist nur der Anfang: Das Projekt läuft seit über einem Jahr und wird voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen sein. Interessant ist, dass Erkenntnisse aus Neubrandenburg auch für kommende Projekte in anderen Städten wie Rostock und Schwerin dienen sollen.

Versäumen Sie nicht, sich an dieser bedeutenden Initiative zu beteiligen! Die Stadt sucht aktiv nach weiteren baukulturellen Schätzen, und jeder Beitrag könnte entscheidend sein für die zukünftige Wertschätzung der ostmodernen Architektur in der Region.

Kontext zur Ostmoderne

Das Projekt ist Teil einer größeren Bewegung, die auch in Städten wie Chemnitz an Bedeutung gewinnt. Die Eröffnung eines neuen Fernwärmewegs und die kulturelle Rückschau auf die Geschichte der Ostmoderne werfen interessante Fragen auf. Auch das Institut für Ostmoderne spielt mit seiner digitalen Plattform eine Schlüsselrolle in der Aufarbeitung und Verdeutlichung dieser Zeit.

Durch Konzerte und künstlerische Beiträge wird die Ostmoderne zudem kreativ in den Fokus gerückt. Die Konzertreihe BETON-POP mit einer Vielzahl von Künstlern aus Ost- und Westeuropa, die sich mit dem Erbe der Plattenbauarchitektur auseinandersetzen, zeigt, wie lebendig diese Epoche auch heute noch ist. In Chemnitz wird darüber hinaus eine Doppel-LP zur Reihe erhältlich sein.

Während Neubrandenburg seine Schätze ans Licht bringt, entfaltet sich der Diskurs zur Ostmoderne auch an anderen Orten Deutschlands. Es bleibt spannend zu beobachten, wie die verschiedenen Projekte ineinandergreifen und die Vergangenheit in die Gegenwart und Zukunft tragen.