Schweineinferno in Siedenbollentin: 70 Tiere sterben, Feuerwehr im Einsatz!
Großbrand in Neubrandenburg: 70 Schweine starben in einer Schweinemastanlage. Feuerwehr bringt Feuer unter Kontrolle, Tierschützer fordern Änderungen.

Schweineinferno in Siedenbollentin: 70 Tiere sterben, Feuerwehr im Einsatz!
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat ein Brand in einer Schweinemastanlage in Siedenbollentin die Feuerwehr in aller Frühe auf Trab gehalten. Um 2:43 Uhr alarmierte Wehrleiter Mathias Gersemann die Einsatzkräfte, nachdem das Feuer im Stall 5 der Andresen Siedenbollentin GmbH ausgebrochen war. In diesem Stall waren insgesamt 80 Sauen und Ferkel untergebracht, die im Laufe des Brandes in den Flammen umkamen. Erschreckende Temperaturen bis zu 140 Grad Celsius waren im Stall erreicht worden, was zu massiven Schäden an Kabeln und Rohren führte. Glücklicherweise gab es keine Verletzten unter den Feuerwehrleuten oder Anwohnern, doch die Bilanz ist tragisch: etwa 70 Schweine verloren ihr Leben.
Über 100 Feuerwehrkameraden aus umliegenden Wehren, darunter Kölln, Werder, Friedland, Neubrandenburg, Burow-Weltzin, Grapzow und Groß Teetzleben, waren im Einsatz. Die Wasserversorgung stellte sich als herausfordernd dar, da Hydranten fehlten und die Feuerwehr auf A-Schläuche aus dem Siedenbollentiner See angewiesen war. Das Hauptziel der Einsatzkräfte war es, das Feuer auf andere Ställe zu begrenzen, was letztendlich gelang, jedoch brannte Stall 5 vollständig nieder. Der Brand wurde gegen 9:15 Uhr gelöscht, doch die letzten Feuerwehrleute verließen den Einsatzort erst fünf Stunden später.
Finanzielle Sorgen und Tierschutzfragen
Bürgermeister Thorsten Haker äußerte sich besorgt über die finanziellen Auswirkungen, die dieser Vorfall für die Gemeinde haben könnte. Die Tierschutzorganisation Animal Rights Watch hat in der Vergangenheit bereits mehrere Tierschutzverstöße in der Anlage dokumentiert und kritisiert die fehlenden Brandschutzkonzepte in Tierhaltungsanlagen. Dirk Andresen von der Andresen Siedenbollentin GmbH lehnte eine offizielle Stellungnahme ab, bedankte sich jedoch in der Bauernzeitung ausdrücklich bei den Feuerwehrleuten und Helfern, die im Einsatz waren.
Dieser Vorfall in Siedenbollentin weckt Erinnerungen an einen ähnlich gelagerten Brand in einer großen Schweinemastanlage in Sachsen-Anhalt, wo rund 20.000 Schweine starben. Dort brach das Feuer am späten Freitagnachmittag aus, und auch hier wurden die Löscharbeiten von über 210 Feuerwehrleuten unterstützt. Die Brandursache ist in beiden Fällen unklar, und während in der Altmark etwa ein Drittel der Anlage zerstört wurde, zeigt sich auch in Siedenbollentin, dass die Gefahren eines solchen Infernos nicht zu unterschätzen sind.
Diese Vorfälle machen einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, die Sicherheitsstandards in der Tierhaltung zu überprüfen und zu verbessern. Die betroffenen Gemeinden sehen sich nicht nur mit den finanziellen Folgen konfrontiert, sondern auch mit einer wachsenden Verantwortung gegenüber dem Tierschutz.