Ein regnerischer Tag in Moskau, ein wichtiges Gespräch im Schatten des Ukraine-Konflikts: US-Gesandter Steve Witkoff hat sich heute mit Wladimir Putin getroffen. Das Ziel? Gemeinsam einen Ausweg aus der verfahrenen Situation zu finden, die seit drei Jahren die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine belastet. In einem Verlauf von rund fünf Stunden wurden wichtige Punkte von Trumps im Raum schwebendem Friedensplan diskutiert, der auf die Beendigung des Kriegs abzielt. Dass die Unterredungen konstruktiv und inhaltsreich waren, wie Putins Berater Juri Uschakow feststellt, zeigt, dass beide Seiten zumindest bereit sind, am Tisch zu sitzen – auch wenn die Ergebnisse bisher eher mäßig sind. Fortschritte Richtung Frieden blieben bisher aus, doch Rückschritte konnten glücklicherweise ebenfalls vermieden werden, so berichtet nordkurier.de.
Wie es aussieht, stehen die Fronten nach wie vor ganz schön unversöhnlich. Der Kreml verlangt weiterhin die Kontrolle über den gesamten Donbass und drückt damit auf die Ukraine, die jede territorialen Zugeständnisse vehement abgelehnt hat. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mittlerweile nicht nur mit einem Korruptionsskandal zu kämpfen, sondern sieht sich auch einem geheimen Friedensplan gegenüber, der aus Gesprächen zwischen Witkoff, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Putins Gesandtem Kirill Dmitrijew entstanden ist. ZDF.de hebt die Empörung in der Ukraine hervor, denn dieser Plan geht kaum auf ukrainische Forderungen ein und wird ohne deren Beteiligung verhandelt. Europa fragt sich in dieser Situation, wie es sich positionieren soll und äußert Protest.
Ein Heißes Eisen in Brüssel
In Brüssel wird der Druck auf die EU immer größer. Die Außenminister der Mitgliedsstaaten beraten eifrig über die Unterstützung für die Ukraine und den umstrittenen Friedensplan. Dabei stehen deren Positionen in vielerlei Hinsicht im Widerspruch zu den Verhandlungen, die zwischen den USA und Russland laufen. Während Russland weiterhin auf der Anerkennung annektierter Gebiete besteht und die Ukraine zum Verzicht auf einen NATO-Beitritt zwingen möchte, strebt Kiew die Rückgewinnung aller besetzten Territorien und eine verstärkte Anbindung an den Westen an. An dieser Stelle zeigt sich die tiefe Kluft zwischen den Verhandlungsparteien: Russische Außenminister Lawrow hat klar signalisiert, dass es keine Möglichkeit zur Räumung der besetzten Regionen geben wird, was die Atmosphäre nicht gerade aufhellt. Tagesschau.de unterstreicht zudem, dass ein endgültiger Frieden ohne die Einbeziehung der Ukraine kaum realisierbar ist.
Die Frage bleibt: Was macht ein gutes Geschäft im Krieg? Sicher ist, dass die USA von der Ukraine Zugeständnisse erwarten, um ihre Gebietsverluste zu minimieren. Dennoch führt der militärische Druck auf Russland, insbesondere durch ukrainische Angriffe mit amerikanischen ATACMS-Raketen tief im russischen Hinterland, zu einem zunehmenden Bedürfnis nach Verhandlungen. Es wird spannend zu sehen, ob der anhaltende Druck auf Moskau tatsächlich zu einem Friedensschluss führen wird – die kommenden Wochen und Monate dürften Entscheidungen bringen, die sowohl in der Ukraine als auch hierzulande weitreichende Folgen haben werden.