Neuer Glöckchenklang im Auto: So reagieren wir auf verschneite Straßen!
Erfahren Sie, wie moderne Fahrzeugtechnologien akustische Warnsysteme verbessern und Herausforderungen meistern. Was steckt hinter den neuen Fahrzeuggeräuschen?

Neuer Glöckchenklang im Auto: So reagieren wir auf verschneite Straßen!
Die besinnliche Zeit vor dem Fest bringt nicht nur Lichterglanz und Geschenke mit sich, sondern auch speziell gestaltete Klänge, die uns begleiten. So wird der Glöckchenklang oft als angenehm und beruhigend beschrieben. In der heutigen Zeit verändern sich jedoch die Klangwelten, vor allem im Straßenverkehr. Laut den Berichten des Nordkurier sind heutzutage trotz der winterlichen Bedingungen weniger Rentierschlitten unterwegs, was zur Folge hat, dass viele Menschen weniger an diesen Klang gewöhnt sind.
Zunehmend nimmt die moderne Autoindustrie die Herausforderung an, Geräusche im Fahrzeug individuell zu gestalten. Dabei wird immer mehr darauf geachtet, dass akustische Signale nicht nur nützlich, sondern auch angenehm wahrgenommen werden können. Der Übergang von herkömmlichen Fahrzeugen zu Elektrofahrzeugen bringt neue Herausforderungen mit sich, insbesondere durch die nahezu lautlosen E-Antriebe. Entsprechend gestalten Designschaffende Geräusche so, dass zum Beispiel Blinkgeräusche weniger aufdringlich daherkommen. Das KIT wendet hierfür innovative Messmethoden an, um Fahrzeuggeräusche realistisch zu erfassen und zu verbessern.
Gesetzliche Vorgaben und Herausforderungen
Die gesetzlichen Vorgaben für akustische Warnsysteme tragen dazu bei, dass Fahrzeuge mit verschiedenen Geräuschsignalen ausgestattet sein müssen. Diese Signale warnen beispielsweise bei Temperaturen unter 4 Grad Celsius oder wenn der Spurassistent aufgrund von Schnee auf der Kamera inaktiv ist. Davon berichtet auch der Nordkurier. Hersteller stehen dadurch vor der Herausforderung, alle neuen Fahrzeugmodelle den modernen europäischen Normen anzupassen. Die Signalgebung muss nicht nur sicherstellen, dass Verkehrsschilder rechtzeitig erkannt werden, sondern auch auf andere potentielle Gefahren hinweisen.
Um den Herstellern bei dieser Aufgabe zu helfen, unterstützt das Institut für Produktentwicklung des KIT interessierte Unternehmen in der Untersuchung von Fahrzeuggeräuschen. Die wissenschaftlichen Ansätze des KIT umfassen Methoden zur Validierung von Fahrzeuggeräuschen während der Entwicklungsphase, was aufwändige Probandenstudien überflüssig macht. Auf diese Weise lässt sich eine akustische Gestaltung der Zukunft entwickeln, die für Hersteller und Kunden gleichermaßen vorteilhaft ist.
Forschung und Innovationen in der Fahrzeugakustik
Zudem werden in der Fahrzeugakustik fortschrittliche Forschung und experimentelle sowie numerische Simulationen von Akustikbauteilen angestellt. Laut Fraunhofer werden akustische Absorber und Schallreduzierungsmethoden erprobt, wie etwa mikroperforierte Felgen, die zur Minimierung von Rollgeräuschen eingesetzt werden.
Der Einsatz eines Allrad-Rollenprüfstands ermöglicht darüber hinaus die präzise Analyse und Optimierung von Fahrzeuginnen- und -außengeräuschen. Hierbei werden modernste Messtechniken verwendet, um schädliche Geräuschquellen zu identifizieren und entsprechende Lösungen zu entwickeln. Fahrzeuge sollen mit fortschrittlicher Geräuschdämpfung ausgestattet werden, sodass sie sowohl funktionell als auch komfortabel sind.
Insgesamt zeigt sich, dass die akustischen Innovationen in der Fahrzeugindustrie nicht nur technische Herausforderungen bewältigen, sondern auch zur emotionalen Ansprache der Fahrer und Passagiere beitragen. Die Klangwelten der Autos werden somit zunehmend wichtiger und die dafür verantwortlichen Akustikexperten leisten einen wertvollen Beitrag zur Vermischung von Technik und Ästhetik im Straßenverkehr.