Die Versöhnungskirche in Rattey hat endlich wieder Strom, und das ist ein wirkliches Lichtblick für die Gemeinde. Der Förderverein „Versöhnungskirche Rattey“ hat großartige Arbeit geleistet, indem er die Elektroanlage umfassend erneuert hat. Jetzt strahlt selbst der Kronleuchter in neuem Glanz, dank der Installation von modernen Energiesparlampen. Eine Firma aus Friedland führte die Arbeiten aus, und nun gibt es auch ausreichend Steckdosen und Licht im Kirchturm, was die Nutzung der Kirche erheblich erleichtert.

Besonders wichtig für die Gemeinde ist der neu installierte Starkstromanschluss, der pünktlich zum Weihnachtskonzert am 3. Adventssonntag um 15 Uhr fertiggestellt wurde. Der Jatznicker Dorfchor wird mit einem festlichen Auftritt zur Stimmung beitragen. Die Vorfreude auf das Konzert wächst, nicht nur weil es ein Highlight in der Vorweihnachtszeit ist, sondern auch, weil die Kirche zunehmend wieder als Begegnungsort geschätzt wird.

Eine aktive Gemeinschaft

„Die Ratteyer Kirche ist eine offene Kirche, die für alle zugänglich ist“, betont der Vorstand des Fördervereins. In diesem Jahr haben die engagierten 19 Mitglieder des Vereins zahlreiche Veranstaltungen organisiert – von Lesungen bis hin zu Benefizkonzerten, die nicht nur die Besucherzahlen in die Höhe treiben, sondern auch das Miteinander in der Nachbarschaft stärken. Besonders erfreulich: Die Zusammenarbeit mit dem Kirchengemeinderat Woldegk läuft hervorragend, sodass gemeinsame Projekte reibungslos umgesetzt werden können.

Außerdem arbeiten der Förderverein und das Weingut & Schloss Rattey Hand in Hand, um Veranstaltungen zu bewerben und neue Angebote zu entwickeln. Der Veranstaltungsplan für das kommende Jahr soll beim nächsten Mitgliederstammtisch beschlossen und anschließend online veröffentlicht werden.

Ein Blick in die Zukunft der Kirchen

Die Versöhnungskirche in Rattey ist Teil eines größeren Trends in Deutschland, wo viele Kirchen immer wieder neu gedacht werden. Über 40.000 Kirchengebäude sind deutschlandweit präsent, jedoch wird prognostiziert, dass etwa jedes dritte innerhalb der nächsten 40 Jahre aufgegeben werden könnte. Diese Situation erfordert ein Umdenken in der Nutzung und Finanzierung, schließlich stehen die Unterhaltungs- und Sanierungskosten für Kirchen an zweiter Stelle der finanziellen Belastungen nach den Personalkosten der Gemeinden.

Experten diskutieren unter anderem beim diesjährigen Kirchbautag, der bis zum 13. September in Berlin stattfindet, wie Kirchen als soziale Räume erhalten werden können. Das Buch „Leben statt Leere“ plädiert zur Bewahrung dieser Architektur, die oft eine ikonische Bedeutung für Städte und Dörfer hat.

In Rattey steht auch die Notreparatur des Daches symbolisch für den kontinuierlichen Einsatz, den die Gemeinde bereit ist, zu investieren, um die Kirche für zukünftige Generationen zu erhalten. Für dieses Jahr ist sogar die Ausweisung einer Fläche für halb-anonyme Bestattungen auf dem Friedhof der Versöhnungskirche geplant. Dies zeigt eindrücklich, wie eng die Verbindung zwischen Tradition und der Notwendigkeit zur Anpassung an moderne Anforderungen ist.

Es bleibt zu hoffen, dass die Ratteyer Kirche nicht nur im Advent, sondern auch in Zukunft viele Besucher in den Altehrwürdigen Mauern willkommen heißen kann, um gemeinsam zu feiern und zu reflektieren.