Papierfabrik in Neu Kaliß schließt: 115 Arbeitsplätze in Gefahr!

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Die Papierfabrik Neu Kaliß in Mecklenburg-Vorpommern schließt zum 31. März 2026, wodurch 115 Arbeitsplätze verloren gehen.

Die Papierfabrik Neu Kaliß in Mecklenburg-Vorpommern schließt zum 31. März 2026, wodurch 115 Arbeitsplätze verloren gehen.
Die Papierfabrik Neu Kaliß in Mecklenburg-Vorpommern schließt zum 31. März 2026, wodurch 115 Arbeitsplätze verloren gehen.

Papierfabrik in Neu Kaliß schließt: 115 Arbeitsplätze in Gefahr!

Die Zukunft der Papierproduktion steht auf der Kippe. Am 31. März 2026 wird die Papierfabrik Neu Kaliß im Landkreis Ludwigslust-Parchim ihre Tore schließen. Diese Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für die 115 Mitarbeiter, die durch die Schließung ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Die Melitta-Gruppe, zu der die Neu Kaliß Spezialpapier GmbH gehört, führt die Schließung auf eine jahrelang anhaltende schlechte Geschäftslage zurück. Bürgermeister Burkhard Thees beschreibt die Situation als einen tiefen Einschnitt für die Gemeinde, die eng mit der Tradition der Papierherstellung verbunden ist. Bereits 1799 wurde die erste Papiermühle an diesem Standort errichtet, und im Jahr 1871 begann man mit der maschinellen Herstellung von Papier.

Trotz des historischen Erbes hat sich die Form der Papierproduktion in den letzten Jahren erheblich gewandelt. Das Unternehmen konnte sich lange erfolgreich im Bereich Vliestapeten etablieren und war sogar Marktführer mit internationalen Kunden. Doch der Druck aus Asien und der Verlust eines wichtigen Marktes im Osten, bedingt durch den Ukraine-Krieg, haben für spürbare Marktveränderungen gesorgt. So heißt es in einem Bericht von Merkur, dass die Melitta-Gruppe jahrelang nach Käufern oder Investoren suchte und dabei mit etwa 170 potenziellen Partnern in Kontakt trat. Doch alle Bemühungen blieben ohne Erfolg.

Die Schließung im Detail

Besonders erschreckend ist, dass die Schließung nicht das Ergebnis einer Insolvenz ist, was für die Mitarbeiter eine gewisse Unsicherheit mit sich bringt. Dennoch haben sich die Merkmale einer seit Jahren schlechten Geschäftslage als unumgänglich erwiesen. Die Gemeinde steht nun vor der Herausforderung, ihren Bürgern Lösungen anzubieten. Bürgermeister Thees kündigte an, dass es individuelle Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter geben soll, um diese schwierige Übergangsphase so gut wie möglich zu bewältigen.

Die Melitta-Gruppe selbst äußert, dass die Entscheidung zur Schließung alles andere als leicht gefallen sei. Zudem wird in einem Bericht des NDR erwähnt, dass das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern die Firma in diesen Bemühungen unterstützt hat, jedoch keine fruchtbaren Schritte zur Rettung des Standorts gefunden werden konnten. Der Abwicklungsprozess wird nach einem Sozialplan gestaltet, wobei die Mitarbeiter schrittweise ausscheiden werden.

Inmitten dieser traurigen Nachrichten bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Situation rund um Neu Kaliß entwickeln wird. Für die rund 115 Beschäftigten der Papierfabrik ist die Schließung ein schwerer Schlag, nach über zwei Jahrhunderten industrieller Tradition kann in der Region kein guter Wind mehr zwischen den Bäumen wehen.

Weiterführende Informationen finden Sie in den Artikeln von Merkur und NDR.