Mordfall Fabian: Gericht prüft Haft der Tatverdächtigen am 3. Dezember!
Am 3. Dezember 2025 entscheidet das Amtsgericht Rostock über die Untersuchungshaft im Mordfall Fabian. Fabians Mutter äußert ihre Verzweiflung über die Entwicklungen.

Mordfall Fabian: Gericht prüft Haft der Tatverdächtigen am 3. Dezember!
Der Fall des getöteten Fabian aus Güstrow wirft immer mehr Fragen auf. Am Mittwoch, dem 3. Dezember, findet vor dem Amtsgericht Rostock ein Haftprüfungstermin für die tatverdächtige Ex-Freundin von Fabians Vater statt. Der Termin wurde auf Antrag des Verteidigers der Beschuldigten angesetzt, der die Entlassung seiner Mandantin aus der Untersuchungshaft erreichen möchte. Die Verdächtige befindet sich seit Anfang November in Haft, nachdem sie am 6. November unter dringendem Mordverdacht festgenommen wurde.
Fabians Mutter zeigt sich in dieser beängstigenden Situation mehr als verzweifelt. In einem emotionalen Video spricht sie über die laufenden Ermittlungen und ihre größten Ängste, die durch die Entwicklungen der letzten Wochen nur noch verstärkt werden. Ihr Anwalt äußert, die Ergebnisse der Ermittlungen seien „eher prekär“, was die Unsicherheit um den Ausgang des Verfahrens noch weiter steigert.
Ermittlungen und Haftgründe
Die aktuellen Haftgründe für die Festnahme der Verdächtigen basieren größtenteils auf Indizien, was der Verteidiger Andreas Ohm angesprochen hat. Er argumentiert, dass es an ausreichenden Beweisen für die Untersuchungshaft fehle. Dies wird jedoch von der Staatsanwaltschaft angefochten. Oberstaatsanwalt Harald Nowack weist darauf hin, dass in der Tat die Mehrheit der Tötungsdelikte in Deutschland auf ähnlichen Indizien basieren. Schätzungsweise 80 Prozent aller Mordfälle fallen in diese Kategorie. Zunächst war Fabians Leiche am 14. Oktober am Ufer eines Tümpels bei Klein Upahl entdeckt worden, was zu einer umfangreichen Fahndung und den jetzigen Ermittlungen führte.
Die Ermittlungsbehörden haben den Tatverdacht als „verdichtet“ eingestuft. Weiterhin wird ein Zeugenaufruf der Polizei zu einem orangefarbenen Ford Ranger, der am Tag von Fabians Verschwinden gesehen wurde, als mögliches wichtiges Puzzlestück in den Ermittlungen betrachtet. Das Fahrzeug der Verdächtigen wurde sichergestellt und spielt eine zentrale Rolle in der Aufklärung des Falls.
Mord in Deutschland im Kontext
In Deutschland sind Mordfälle zwar selten, doch wenn sie passieren, gerät die Öffentlichkeit oft in Angst und Schrecken. Laut aktuellen Statistiken wurden 2024 in Deutschland 285 Menschen ermordet, was 14 weniger als im Vorjahr bedeutet. Diese Zahlen zeigen, dass die Mordrate im Vergleich zu den frühen 2000er-Jahren, als es fast 500 Morde gab, deutlich gesunken ist. Die Aufklärungsrate der Morde ist hingegen bemerkenswert hoch, bei 98 Prozent für vollendete Morde.
Die Schwere des Verbrechens Mord wird im deutschen Strafrecht genau definiert und unterliegt strengen Auflagen. Mord ist die schwerste Straftat, die mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe geahndet wird, es sei denn, es greifen besondere Regelungen wie das Jugendstrafrecht oder eine Schuldunfähigkeit.
Fabians Fall ist ein harter Reminder dafür, dass hinter jeder Zahl und Statistik Menschenschicksale stehen. Die Trauer und Verzweiflung der Mutter spiegeln die menschliche Tragik wider, die solche Verbrechen mit sich bringen. Sie bleibt weiterhin auf der Suche nach Antworten und Gerechtigkeit für ihren Sohn.