Schusswechsel in Erding: Bundeswehrsoldat bei Übung verletzt!

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Bei einem Schusswechsel in Erding wurden Bundeswehrsoldaten während einer Übung irrtümlich angeschossen. Ermittlungen laufen.

Bei einem Schusswechsel in Erding wurden Bundeswehrsoldaten während einer Übung irrtümlich angeschossen. Ermittlungen laufen.
Bei einem Schusswechsel in Erding wurden Bundeswehrsoldaten während einer Übung irrtümlich angeschossen. Ermittlungen laufen.

Schusswechsel in Erding: Bundeswehrsoldat bei Übung verletzt!

Am 22. Oktober ereignete sich in Erding, Bayern, ein von mehreren Seiten als besorgniserregend eingestufter Vorfall, als auf Bundeswehrsoldaten geschossen wurde. Laut einem Bericht von Nordkurier war dies eine Reaktion der Polizei auf eine Meldung über einen bewaffneten Mann, der sich in der Nähe der Soldaten befand.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erklärte, dass Polizeibeamte, nachdem sie aufgrund von Schüssen mit Platzpatronen alarmiert worden waren, Warnschüsse abgaben und die Soldaten in Tarnkleidung aufforderten, ihre Waffen niederzulegen. Es kam zu einem Schusswechsel, in dessen Verlauf ein Soldat leicht im Gesicht verletzt wurde.

Kommunikationsprobleme zwischen den Behörden

Der Vorfall wirft erhebliche Fragen zur Kommunikation zwischen der Bundeswehr und der Polizei auf. General Sandro Wiesner äußerte beim Medientag in Niederaichbach, dass die Bundeswehr ein großes Interesse daran hat, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt. Auch Landrat Martin Bayerstorfer bezeichnete die Kommunikation als “absolute Katastrophe”. Während die betroffenen Gemeinden über das grundsätzliche Vorgehen der Übung informiert wurden, fehlten klare Informationen über die genauen Abläufe.

Die Polizei war verunsichert, da sie ursprünglich erst ab Donnerstag mit dem Beginn der Übung rechnete, obwohl diese für Mittwoch angemeldet war. Laut InFranken wurde die Übung “Marshal Power” nicht auf abgezäunten Truppenübungsplätzen, sondern in der Öffentlichkeit durchgeführt.

Ermittlungen und rechtliche Schritte

Nach dem Vorfall wurden Strafanzeigen gegen drei Polizisten erstattet, da die Staatsanwaltschaft Landshut wegen versuchten Totschlags ermittelt. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Juristen darauf hinweisen, die Soldaten hätten möglicherweise als solche erkannt werden müssen und hätten sich zudem ergeben, als das Feuer eröffnet wurde.

Minister Herrmann forderte eine engere Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und der Polizei, um Missverständnisse in Zukunft zu vermeiden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Landeskriminalamts laufen weiter, um die genauen Umstände des Vorfalls aufzuklären.

Die betroffenen Soldaten konnten nach der Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen werden. Man hofft, dass die Lehren aus diesem Vorfall dazu beitragen, die Sicherheitsprotokolle zu verbessern und solch gefährliche Situationen in der Zukunft zu verhindern. Die Übung sollte bis zum 29. Oktober andauern und war für mehrere Standorte in Bayern angesetzt.

Insgesamt zeigt das Ereignis, wie wichtig eine klare und transparente Kommunikation zwischen militärischen und zivilen Behörden ist, insbesondere in Situationen mit hohem Risiko und damit verbundenen Missverständnissen.