Junge Rekruten in Ueckermünde: Verantwortung für Deutschlands Sicherheit!
Am 8.11.2025 verpflichtet sich Anton Engelhaupt in Ueckermünde für 13 Jahre bei der Bundeswehr. Verantwortung und Kameradschaft stehen im Fokus.

Junge Rekruten in Ueckermünde: Verantwortung für Deutschlands Sicherheit!
Am 8. November 2025 versammelten sich in Ueckermünde rund 40 junge Männer und Frauen, um beim Gelöbnis des Jägerbataillons 413 ihrer Verantwortung für die Sicherheit Deutschlands Ausdruck zu verleihen. Unter ihnen befand sich Anton Engelhaupt, ein 19-jähriger Gefreiter Offizieranwärter, der sich für eine beeindruckende Dauer von 13 Jahren bei der Bundeswehr verpflichtet hat. In seiner Rede sprach Engelhaupt über die Bedeutung von Verantwortung und die Notwendigkeit, selbst aktiv zur Verteidigung des Landes beizutragen. „Diese Entscheidung war ganz bewusst und unabhängig getroffen“, betonte Engelhaupt, der durch den militärischen Hintergrund seines Vaters, Oberstleutnant Hans-Joachim Engelhaupt, geprägt ist. Nordkurier berichtet, dass Engelhaupt für seine Altersgenossen ein Beispiel geben möchte.
Der Bataillonskommandeur Oberstleutnant Joachim Ruthe hob in seiner Ansprache die Herausforderungen hervor, mit denen die Bundeswehr in der aktuellen geopolitischen Situation konfrontiert ist. „Hybride Angriffe erfordern Soldaten, die bereit sind, Freiheit und Frieden zu schützen“, so Ruthe. Diese Worte kommen nicht von ungefähr, sondern spiegeln die sich zuspitzende Bedrohungslage wider, die auch auf gesellschaftlicher Ebene diskutiert wird. Ethik und Militär beleuchtet, dass seit einigen Jahren immer ernsthafter über die Wiedereinführung der Wehrpflicht debattiert wird.
Verantwortung und Kameradschaft
Bürgermeister Jürgen Kliewe nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung des Gelöbnisses als Ausdruck von Verantwortung, Kameradschaft und Zuverlässigkeit hervorzuheben. Er unterstrich auch die Patenschaft zwischen der Stadt Ueckermünde und der 4. Kompanie des Jägerbataillons, die durch gegenseitige Besuche gestärkt wird. Kliewe äußerte jedoch auch Bedenken über die Rückkehr zur Kriegstauglichkeit in der Bevölkerung und die damit verbundenen Ängste. Solche Sorgen sind nicht unbegründet, denn die Diskussion über die Wehrpflicht zeigt, wie tief die Verunsicherung in der Gesellschaft sitzt, vor allem unter jüngeren Generationen, die sich mit Themen wie Krieg und sozialer Ungleichheit auseinandersetzen.
In den letzten Jahren sind die Bewerberzahlen bei der Bundeswehr gestiegen. Von 2023 bis 2024 gab es einen Anstieg von 15 Prozent. Die öffentliche Meinung zeigt ein wachsendes Interesse an sicherheitspolitischen Themen, besonders unter der Generation Z. Diese befasst sich intensiver mit Fragen der gesellschaftlichen Verantwortung und erkundet, inwiefern der Wehrdienst eine passende Strategie für ihr Engagement darstellt. Dennoch betrachten viele den Wehrdienst nicht mehr als notwendige Voraussetzung für aktives Engagement in der Gesellschaft. Die Diskussion über Wehrpflicht und gesellschaftliches Engagement wird zudem durch die bevorstehenden Neuwahlen 2025 beeinflusst.
Ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen
Die Sicherheitsprobleme, mit denen Deutschland konfrontiert ist, erfordern einen interdisziplinären Ansatz. Der Generalinspekteur der Bundeswehr fordert eine Grundgesetzänderung, um auch Frauen zur Wehrpflicht heranzuziehen, was die Diskussion über Gleichheit und Wehrgerechtigkeit weiter anheizt. Vor dem Hintergrund der veränderten Bedrohungslage ist es entscheidend, dass zivile und militärische Organisationen eng zusammenarbeiten, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass das Gelöbnis in Ueckermünde nicht nur eine feierliche Zeremonie war, sondern auch ein deutliches Zeichen für die Herausforderungen und Verpflichtungen, denen sich junge Menschen in Deutschland heutzutage gegenübersehen müssen. Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ist hierbei unerlässlich.