Mindestlohn drängt Penkuner Arbeitslosentreff in die Schließung!

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Mindestlohnerhöhungen zwingen den Arbeitslosenverband in Pasewalk zur Schließung wichtiger Treffs und Einrichtungen bis 2026.

Mindestlohnerhöhungen zwingen den Arbeitslosenverband in Pasewalk zur Schließung wichtiger Treffs und Einrichtungen bis 2026.
Mindestlohnerhöhungen zwingen den Arbeitslosenverband in Pasewalk zur Schließung wichtiger Treffs und Einrichtungen bis 2026.

Mindestlohn drängt Penkuner Arbeitslosentreff in die Schließung!

In der beschaulichen Stadt Penkun zeichnen sich besorgniserregende Veränderungen für den lokalen Arbeitslosenverband Uecker-Randow ab. Der beliebte Treff, der als Anlaufstelle für Arbeitslose und Bedürftige fungiert, wird bis Mitte nächsten Jahres seine Türen schließen. Diese Nachricht trifft viele Besucher:innen hart, denn die Schließung bringt nicht nur das Ende regelmäßiger Zusammenkünfte, wie der nachmittäglichen Seniorentreffs und Familienfeste, sondern auch den vorübergehenden Ausfall der Kleiderkammer und der Tafel mit sich. Die Suppenküche in der Schuhstraße hat ohnehin bereits seit einigen Tagen keinen Betrieb mehr.

„Die Schließung hat nichts mit der Arbeit unserer Mitarbeiter zu tun“, betont Hannelore Schiebe, die Vorsitzende des Verbandes. Vielmehr sind es die gestiegenen Energie- und Spritkosten sowie die dramatische Erhöhung des Mindestlohns, die den Verband an die Grenzen seiner finanziellen Belastbarkeit bringen. So stieg der Mindestlohn von 2015 bis 2021 um 10%, während er von 2022 bis 2025 sogar um 37% angehoben wurde. Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass die Einnahmen die Ausgaben nicht mehr decken können, was die Rücklagen stark belastet.

Finanzieller Druck und Zukunftsperspektiven

Im Finanzplan 2026 zeigen sich alarmierende Tendenzen: Der Verband sieht sich gezwungen zu handeln, da die Entwicklungsmöglichkeiten in Penkun als ungünstig eingeschätzt werden und keine signifikante Steigerung der Einnahmen in Sicht ist. Einige personelle Maßnahmen stehen ebenfalls an, so wird die Köchin der Suppenküche, die in den letzten Monaten mehr als 50 Tage Urlaub angesammelt hat, zum 31. Januar 2026 gekündigt.

Die Situation wird zusätzlich durch das Auslaufen zweier Stellen über Arbeitsgelegenheiten (AGH) zum 30. November verschärft. Gleichwohl bleiben die Beschäftigten über den Bundesfreiwilligendienst bis zur Schließung des Treffs in Penkun an Bord. Um die finanzielle Situation zu entlasten, plant der Verband den Verkauf der Immobilie in der Schuhstraße.

Verbleibende Anlaufstellen

Auch wenn der Penkuner Treff bald seine Pforten schließen wird, bleibt der Arbeitslosenverband aktiv. In Städten wie Pasewalk, Ueckermünde, Eggesin, Strasburg, Torgelow, Löcknitz und Ferdinandshof werden weiterhin Treffs angeboten, die den Menschen in der Region als wichtige Rückzugsorte dienen. Bereits im kommenden Jahr feiert der Verband sein 35-jähriges Bestehen, dennoch bleibt abzuwarten, wie die Schließung in Penkun das Gesamtbild beeinflussen wird.

Insgesamt stecken in der Schließung des Treffs viele Emotionen, denn für viele ist das nicht nur ein Ort des Treffens, sondern ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens. In Anbetracht der finanziellen Herausforderungen wird sich zeigen müssen, wie die Situation in der Region rund um Penkun weitergehen kann.