Notdienst-Apotheken in MV: Lange Wege für Kranke ab 2026!
Ab Januar 2026 müssen Patienten in MV mit längeren Wegen zu Notdienst-Apotheken rechnen, da Abstand erhöht wird.

Notdienst-Apotheken in MV: Lange Wege für Kranke ab 2026!
Ab dem 1. Januar 2026 wird es in Mecklenburg-Vorpommern einige Änderungen geben, die das Apothekenwesen betreffen. Diese neuen Regelungen kommen in einer Zeit, in der das Apothekensterben in der Region bereits besorgniserregende Ausmaße erreicht hat. Aktuell gibt es nur noch 361 öffentliche Apotheken, ein Rückgang von fast 50 Apotheken seit 2014. In diesem Kontext stellt die Gesundheitsministerin Stefanie Drese die neue Verordnung vor, die Notdienst-Apotheken künftig 35 Kilometer voneinander trennt, anstatt der bisher geltenden 25 Kilometer. Dies könnte für viele Bürger, die außerhalb der regulären Öffnungszeiten Medikamente benötigen, längere Wege bedeuten und somit die Zugänglichkeit zu medizinischer Versorgung erschweren. Nordkurier berichtet, dass …
Die Maßnahmen wurden in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium entwickelt und sollen, laut Ministerin Drese, die Versorgungssicherheit in der Gesundheitslandschaft von Mecklenburg-Vorpommern verbessern. Ein Bestandteil der neuen Regelung ist die Abschaffung gedruckter Notdienstpläne. Zukünftig können Informationen online abgerufen und an Apothekenstandorten bereitgestellt werden, was den Zugang zu wichtigen Informationen erleichtern soll. Dies ist besonders relevant für Menschen mit dringendem Medikamentenbedarf.
Die Rolle der Apotheken in der Gesundheitsversorgung
Doch was machen Apotheken eigentlich noch alles? Neben der Medikamentenabgabe bieten sie zahlreiche Beratungen zu Arzneimitteln und Gesundheitsfragen an. Apotheker helfen, ob und wann ein Arztbesuch notwendig ist, informieren über richtige Einnahmeformen und mögliche Nebenwirkungen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass einige Medikamente auf nüchternen Magen eingenommen werden müssen, während andere mit Speisen kombiniert werden sollten. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Überprüfung von Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln, was für viele Patienten wichtig ist, die mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen. Informationen hierzu findet man auch auf gesund.bund.de.
Ein besonders nützliches Angebot sind die Medikationsanalysen, die eine Übersicht über alle eingenommenen Arzneimittel bieten. Diese sind für Personen, die regelmäßig mindestens fünf verschreibungspflichtige Medikamente konsumieren, sogar kostenlos. Ein individuell gestalteter Medikamentenplan hilft Patienten, die Einnahme im Blick zu behalten. Für zusätzliche Sicherheit und Gesundheit gibt es in vielen Apotheken die Möglichkeit, Blutdruck- und Blutzuckermessungen durchführen zu lassen oder an Kursen zur Impfaufklärung teilzunehmen.
Die Herausforderungen für Apotheker
Mit dem Rückgang der Apothekenzahl wird die Belastung für die verbleibenden Apotheker immer größer. Die neue Notdienstrichtlinie führt dazu, dass die verbleibenden Apotheken in der Region noch stärker gefordert sind. Ein negatives Beispiel zeigt sich im Vergleich der Zahlen; 2014 waren es noch 410 Apotheken, die für die Bevölkerung sorgten. Umso mehr sollte darüber nachgedacht werden, wie die soziale Infrastruktur, insbesondere im Gesundheitsbereich, erhalten und verbessert werden kann. Die Apothekenkammer MV und Ministerin Drese sehen die neue Richtlinie als notwendigen Schritt, um einerseits die Apotheken vor Überlastung zu schützen und andererseits auch die Versorgung der Bevölkerung zu sichern.
Die Veränderungen im Apothekenwesen werfen auch Fragen auf, wie die Nutzer von Apotheken, darunter viele ältere Menschen, die neuen Gegebenheiten in der Praxis umsetzen werden. Informationen zu Notdienstapotheken können auf der Webseite der Apothekenkammer MV abgerufen werden, was den Bürgern helfen soll, zukünftig besser informiert zu sein. Wer mehr zu den Notdienstapotheken erfahren möchte, kann auch hier klicken: Akademie für Gesundheitsberufe.
Insgesamt stehen den Bürgern von Mecklenburg-Vorpommern wichtige Veränderungen ins Haus, die es wert sind, in den kommenden Monaten genau im Blick behalten zu werden.