Planungsbeirat Rostock vor entscheidender Sitzung: Was erwartet uns?

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Am 12. Dezember 2025 tagt der Planungs- und Gestaltungsbeirat in Rostock zur Stadtentwicklung und verabschiedet langjährige Mitglieder.

Am 12. Dezember 2025 tagt der Planungs- und Gestaltungsbeirat in Rostock zur Stadtentwicklung und verabschiedet langjährige Mitglieder.
Am 12. Dezember 2025 tagt der Planungs- und Gestaltungsbeirat in Rostock zur Stadtentwicklung und verabschiedet langjährige Mitglieder.

Planungsbeirat Rostock vor entscheidender Sitzung: Was erwartet uns?

In Rostock steht am Freitag, dem 12. Dezember 2025, eine bedeutende Sitzung des Planungs- und Gestaltungsbeirats an. Ab 14 Uhr in der Rathaushalle wird der Beirat gleich mehrere zentrale Themen besprechen. Dazu zählen unter anderem die Wiedervorlage eines neuen Wohnquartiers am Dalwitzhofer Weg sowie der Start des gesamtstädtischen integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK). Darüber hinaus erhalten die Mitglieder einen Überblick über die Stadtentwicklungsprojekte rund um die Unterwarnow und den Stadthafen. Die Sitzung ist öffentlich, und interessierte Bürger sind herzlich eingeladen, dabei zu sein. Der Beirat tagt vierteljährlich, um Planungen zu beurteilen und Empfehlungen für die Bürgerschaft, Gremien und die Stadtverwaltung zu erarbeiten, wie das Rathaus Rostock berichtet.

Bei dieser Sitzung wird es auch einen emotionalen Abschied geben. Die langjährigen Mitglieder Frau Prof. Abelmann, Herr Prof. Stevens und Herr Prof. Dr. Zahiri werden verabschiedet, deren Amtszeit nach sieben Jahren endet. Ab 2026 dürfen sich die Rostocker auf drei neue Beiratsmitglieder freuen, die frischen Wind in die Gremienarbeit bringen sollen.

Polarisierende Diskussion um den Beirat

In den letzten Wochen gab es jedoch auch hitzige Diskussionen über die Rolle des Planungs- und Gestaltungsbeirats. Ein Beschlussvorschlag, der seiner Auflösung dient, sorgt für Aufregung. Ziel ist es, die dadurch frei werdenden finanziellen Mittel zur Minimierung des Haushaltsdefizits zu nutzen. Kritiker argumentieren, dass der Beirat kein Instrument der Bürgerbeteiligung sei und lediglich Empfehlungen abgeben kann, die keinen direkten Einfluss auf Bau- und Planungsprojekte haben. Ein weiterer Punkt ist, dass die Beiratsarbeit oft zu Verzögerungen bei der Schaffung von Planungsrecht führt, wie die CDU Fraktion Rostock feststellt.

Der bestehende Beirat sei vielen Bürgern unbekannt, was den Eindruck erwecke, dass die Beiratsarbeit keine sichtbaren Erfolge im Planungswesen der Stadt hervorbringe. Diese Wahrnehmung führt dazu, dass die Akteure, die mit dem Beirat zusammenarbeiten, dessen Existenz als störend empfinden.

Die Bedeutung der Bürgerbeteiligung

Doch was bedeutet das für die Stadtentwicklung in Rostock? Die allgemeinen Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung erfordern eine aktive und frühzeitige Bürgerbeteiligung. Diese Stellungnahme unterstützt die Julia von der Bürgergesellschaft und erklärt, dass Bürger oft erst spät in Planungsprozesse einbezogen werden, wenn der Raum für Mitgestaltung stark eingeschränkt ist. Ein frühzeitiges Informieren über Planungsziele ist gesetzlich vorgeschrieben.

Die Stadtentwicklung ist mehr als nur das Bauen von Wohnungen. Sie umfasst soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen und erfordert eine kollektive Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren. Freiräume und eine gut ausgebaute Infrastruktur sind entscheidend für ein gutes Leben in der Stadt. Beispiele wie das Tempelhofer Feld in Berlin zeigen, wie wichtig solche Entwicklungskonzepte sind und wo Bürgerbeteiligung eine unverzichtbare Rolle spielt.

Zusammengefasst zeigt sich, dass der Planungs- und Gestaltungsbeirat in Rostock sowohl des Lobes als auch der Kritik bedarf. Während einige seinen Einfluss auf die Stadtentwicklung in Frage stellen, betonen andere die Notwendigkeit von Bürgerbeteiligung in allen Phasen des Planungsprozesses. Die kommende Sitzung des Beirats verspricht daher nicht nur spannende Diskussionen, sondern auch wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Stadt.