Rostocks digitales Zukunftsprojekt: Erster städtischer Serverpark entsteht!

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Rostock investiert in ein städtisches Rechenzentrum zur Stärkung der digitalen Infrastruktur und Unabhängigkeit. Fertigstellung 2026.

Rostock investiert in ein städtisches Rechenzentrum zur Stärkung der digitalen Infrastruktur und Unabhängigkeit. Fertigstellung 2026.
Rostock investiert in ein städtisches Rechenzentrum zur Stärkung der digitalen Infrastruktur und Unabhängigkeit. Fertigstellung 2026.

Rostocks digitales Zukunftsprojekt: Erster städtischer Serverpark entsteht!

Rostock macht sich auf in die Zukunft der digitalen Infrastruktur. Im Gewerbegebiet Toitenwinkel wird das erste kommunale Rechenzentrum in Mecklenburg-Vorpommern errichtet. Hierbei handelt es sich um eine bedeutende Initiative, die nicht nur die digitale Landschaft der Stadt bereichern, sondern auch die Unabhängigkeit von großen Cloud-Anbietern fördern soll. Laut Ostsee-Zeitung wird das Rechenzentrum rund um die Uhr betrieben, wobei die Energie ausschließlich aus erneuerbaren Quellen der Stadtwerke Rostock stammen wird.

Dr. Chris von Wrycz Rekowski, Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung, hebt die Dringlichkeit des Projekts hervor, da der Bedarf an Rechen- und Speicherkapazität durch die zunehmende Nutzung von Cloud-Diensten und Videokonferenzen immer weiter wächst. Das geplante Funktionsgebäude wird mit einer Leistung von 100 Kilowatt ausgestattet sein, wobei die Stadt selbst 50 Prozent der Kapazität nutzen wird. Der restliche Teil steht städtischen Partnern wie dem Südstadt-Klinikum und Rostock Business zur Verfügung.

Zukunftssichere Investition

Investiert wird hier in die digitale Unabhängigkeit und Datensicherheit der Stadt, die strengen nationalen und europäischen Datenschutzstandards gerecht wird. Die Gesamtinvestition von sechs Millionen Euro ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung. Der Rohbau soll bis zum ersten Quartal 2026 fertiggestellt sein, während die Gesamtfertigstellung für September 2026 angestrebt wird. In den ersten zehn Jahren wird die Deutsche Telekom den Betrieb des Rechenzentrums übernehmen, bevor die Stadt die Verantwortung übernehmen kann.

„Da liegt was an“ für die Region! Die Ansiedelung solcher Projekte zieht positive Effekte nach sich. Der Ausbau der Rechenzentrumsbranche soll strukturschwache Gebiete in Ostdeutschland stärken, wie MDR berichtet. In Ostdeutschland gibt es ausreichend Netzanschlusskapazitäten und ein Überangebot an erneuerbaren Energien. Diese Voraussetzungen machen die Region besonders attraktiv für die Ansiedelung von Rechenzentren.

Die Rolle von Rechenzentren in der Energiewende

Dass Rechenzentren nicht nur digitale Infrastruktur gewährleisten, sondern auch zur Energiewende beitragen können, ist entscheidend. Laut einer Analyse der Deutschen Energie-Agentur (dena) profitiert Deutschland von einer stabilen politischen Situation und wird als einer der größten Standorte für digitale Infrastruktur in Europa angesehen. Die Nutzung von Abwärme und die Schaffung effizienter Energieprozesse könnten zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks der Branche beitragen. Eins ist klar: Der Rechenzentrumsmarkt ist auf einem Wachstumskurs! Prognosen zeigen, dass der Strombedarf von 20 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2023 bis 2030 auf etwa 31 TWh steigen wird, was in etwa 6% des Bruttostromverbrauchs entspricht.

Mit dem Neubau und Betrieb dieses Rechenzentrums möchte Rostock ein Zeichen setzen, dass Fortschritt und Umweltschutz Hand in Hand gehen können. Das Ziel ist eine nachhaltige und zukunftssichere digitale Infrastruktur, die den wachsenden Anforderungen der Gesellschaft gerecht wird und gleichzeitig verantwortungsbewusst mit den Ressourcen umgeht. In Zeiten, in denen die Digitalisierung alle Lebensbereiche durchdringt, macht Rostock die richtigen Schritte an den richtigen Stellen, um den Anschluss nicht zu verlieren.