In Schwaan, einer kleinen Stadt in Norddeutschland, brodelt die Gerüchteküche: Die Beke-Halle, die seit Jahren das sportliche Herz der Gemeinde schlägt, ist sanierungsbedürftig und bietet längst nicht mehr genügend Platz für die Sporttreibenden. Sie dient als Trainings- und Wettkampfstätte für Handball, Fußball, Tischtennis und Badminton. Doch nachts bleibt die Halle oft leer und ungenutzt. Die Sportlerinnen und Sportler der Region fordern deshalb seit langem eine Erweiterung oder gar einen Neubau der Halle.

Die Stadtvertreter haben nun einstimmig beschlossen, die Planungsleistungen für eine neue Halle auszuschreiben. Die geschätzten Kosten für diese Planung belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Der Beschluss ist jedoch nur der erste Schritt auf dem langen Weg zur neuen Sportstätte, denn die Ausschreibung erfolgt erst, wenn der Haushalt rechtskräftig ist. Detlef Vogt, Vorsitzender des Schwaaner SV, betont die Dringlichkeit des Projekts, weist jedoch auch auf die Unklarheiten bezüglich des zeitlichen Rahmens hin. Ein detaillierter Plan ist notwendig, um Fördermittel zu beantragen, da die geschätzten Baukosten für die neue Halle bei etwa 8,7 Millionen Euro liegen.

Fördermittel und finanzielle Perspektiven

Schwaan hofft, im Rahmen des neuen Programms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ des Bundes auf Fördermittel zugreifen zu können. Der Bund stellt für die Sanierung und Modernisierung von Sportstätten insgesamt 333 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel des Programms ist es, Städte und Gemeinden bei der baulichen Sanierung von Sporthallen sowie Hallen- und Freibädern zu unterstützen. Dabei liegt der Fokus auf energetischer Sanierung und Nachhaltigkeit.

Die ersten Projekte können bis zum 15. Januar 2026 digital beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung eingereicht werden. Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages, der plant, zeitnah über die Anträge zu entscheiden. Erste Ergebnisse könnten bereits im Februar vorliegen. Die Mindestförderhöhe für die Projekte beträgt 250.000 Euro, wobei auch bis zu 8 Millionen Euro für umfassende bauliche Sanierungen bereitgestellt werden können.

Der Weg zur neuen Sporthalle

Bürgermeister Mathias Schauer hat sich zwar klar für den Neubau ausgesprochen, sieht jedoch die finanzielle Tragbarkeit einer zweiten Halle als problematisch an. Detlef Vogt plädiert dafür, die neue Halle in der Nähe der alten Beke-Halle zu errichten, um das bestehende Kapazitätsproblem zu lösen. Der Abriss der alten Halle ist bereits in den Planungen der Verwaltung vorgesehen.

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Mit der aktuellen Situation in Schwaan steht die Gemeinde nicht allein da. Das neue Bundesprogramm ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der sportlichen Infrastruktur in ganz Deutschland. Mit bis zu einer Milliarde Euro, die in dieser Legislaturperiode bereitgestellt werden sollen, können Städte und Gemeinden ihre Sportstätten auf Vordermann bringen und so die Breiten- und Leistungssportförderung unterstützen.

Schwaan steht also an einem entscheidenden Punkt. Die Sportler und Sportlerinnen der Gemeinde warten gespannt auf die nächsten Schritte und hoffen, dass die neuen Möglichkeiten zur Förderung tatsächlich dazu führen, dass die Beke-Halle bald der Vergangenheit angehört und die neue Sporthalle Wirklichkeit wird. Es bleibt zu hoffen, dass die nötigen Planungen zügig voranschreiten und die Fördermittel rechtzeitig beantragt werden können. Denn eines ist klar: Die Gemeinschaft in Schwaan hat große sportliche Ambitionen und möchte diese auch in Zukunft sichtbar machen.