Weihnachten für alle: Päckchenaktion schenkt Gefangenen Hoffnung!
Pastor Martin Kühn bittet um Weihnachtspäckchen für über 200 Gefangene in der JVA Waldeck. Abgabe bis 15. Dezember.

Weihnachten für alle: Päckchenaktion schenkt Gefangenen Hoffnung!
In der Vorweihnachtszeit tut sich ein ganz besonderes Engagement auf – die Aktion „Licht zu Weihnachten“ in der JVA Waldeck. Pastor Martin Kühn, der Gefängnisseelsorger, hat einen eindringlichen Aufruf gestartet, um mehr als 200 Gefangenen eine kleine Freude zu bereiten. Die Initiative ist nicht nur ein Zeichen der Hoffnung, sondern auch eine Möglichkeit, den Inhaftierten zu zeigen, dass sie nicht vergessen werden. Wie NDR berichtet, sind die besonderen Anforderungen, die an die Päckchen gestellt werden, eine spannende Herausforderung.
Für die Aktion können bis zum 15. Dezember Päckchen abgegeben werden, die bestimmte Kriterien erfüllen. Erlaubt sind originalverpackte Lebensmittel, Kaffee, Tee, Tabak, Bücher, Süßigkeiten, Hygieneartikel sowie ein unsichtbarer Kartengruß ohne Absenderadresse. Explizit ausgeschlossen sind brennbare oder verderbliche Gegenstände. Abgegeben werden können diese kleinen Geschenke an verschiedenen Orten: in der Gemeindeverwaltung Dummerstorf, der Kirchengemeinde Kessin, der Katholischen Pfarrei „Herz Jesu“ in Rostock oder direkt in der JVA Waldeck sowie per Post. Ein kleiner Wink: Wer es einrichten kann, bringt seine Päckchen am besten persönlich vorbei!
Ein Lichtblick in dunklen Zeiten
Weihnachten kann für viele Gefangene eine besonders schwere Zeit sein. Pastor Kühn merkt an, dass gerade diese Monate von Gefühlen der Einsamkeit geprägt sind. „Wir möchten jedem Gefangenen ein Päckchen ermöglichen, um zu zeigen, dass an sie gedacht wird“, erklärt er. Auch Pastorin Asja Garling betont die Bedeutung dieser kleinen Geschenke für die Inhaftierten, die oft in einem emotionalen Tiefpunkt stecken. Kleinere Gesten können in diesen schweren Zeiten viel bewirken.
Am 2. Dezember wird eine offene Konfirmandenstunde in der Kirchengemeinde Biestow stattfinden, um über das Projekt zu informieren. Darüber hinaus sind am 16. Dezember Päckchenpackaktionen mit Konfirmanden und Freiwilligen geplant, die tatkräftig dabei helfen, die Pakete vorzubereiten. Pastor Kühn nutzt solche Gelegenheiten, um seine wichtige Arbeit in der JVA Waldeck zu vermitteln und andere zur Teilnahme zu motivieren.
Regionale Partnerschaften und Engagement
Das Engagement in der Region ist beachtlich. Kirchen und Gemeinden haben sich zusammengetan, um die Aktion zu unterstützen. Man kann nicht früh genug damit beginnen, sich zu engagieren. Die Gruppe „Nächstenliebe befreit“ hat bereits Erfahrungen aus früheren Aktionen gesammelt, wo 1.666 Pakete für den vergangenen Weihnachtsfest verteilt werden konnten. Dank einer Vielzahl von Spenden und dem gemeinsamen Einsatz konnten alle Justizvollzugsanstalten erreicht werden. Das zeigt, wie stark der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist und dass jeder Einzelne einen Unterschied machen kann.
Wie in vielen Landesgemeinschaften, so dürfen Angehörige aus Sicherheitsgründen keine Pakete direkt schicken. Stattdessen werden die Päckchen über die Gefängnisseelsorge an die Inhaftierten verteilt. Diese Vorgehensweise garantiert, dass jeder Gefangene ein kleines Stück Heimat erhält. Reaktionen von Inhaftierten zeigen Dankbarkeit und verdeutlichen die Bedeutung dieser Geste. So wird Weihnachten nicht nur zu einem Fest der Freude, sondern auch zu einem Fest der Nächstenliebe und der Hoffnung.
Das Engagement der Gemeinden, kombiniert mit der Unterstützung von Freiwilligen, schafft eine Welle der Solidarität, die weit über die Gefängnismauern hinausgeht. Wenn auch Sie an dieser Aktion teilnehmen möchten, zögern Sie nicht, sich zu beteiligen und ein Licht der Hoffnung zu schenken. Weitere Informationen zur Paketaktion finden Sie auf der Webseite von Kirche MV oder bei Nächstenliebe Befreit.