Achtung, Ostsee! Sturmflutwarnung bringt Hochwasser an die Küste!

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Aktuelle Hochwasserwarnungen an der Ostsee: Pegelstände, Sturmflutklassen und Finanzbedarf für Sassnitz nach schweren Schäden.

Aktuelle Hochwasserwarnungen an der Ostsee: Pegelstände, Sturmflutklassen und Finanzbedarf für Sassnitz nach schweren Schäden.
Aktuelle Hochwasserwarnungen an der Ostsee: Pegelstände, Sturmflutklassen und Finanzbedarf für Sassnitz nach schweren Schäden.

Achtung, Ostsee! Sturmflutwarnung bringt Hochwasser an die Küste!

Die Ostsee sorgt heute, am 21. Januar 2026, für besorgte Gesichter an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Die aktuellen Pegelstände zeigen, dass sich eine Sturmflut ankündigt, die besonders in der Lübecker Bucht als schwer eingestuft wird. Laut der Ostsee Zeitung ostsee-zeitung.de wurde bereits die Warnung ausgesprochen, dass die Wasserstände in Warnemünde und anderen Küstenorten bedenklich ansteigen könnten.

Gerade in Schleswig-Holstein wird mit Wasserständen von bis zu 1,50 Metern über dem mittleren Hochwasser gerechnet. Besonders gefährdet sind die Buchten und Förden, wie die Flensburger Förde, wo es möglich ist, dass der Wasserstand sogar auf 2,00 Meter steigt, so die Informationen von headtopics.com. Aufgrund dieser Situation hat Umweltminister Tobias Goldschmidt die Bevölkerung dringend zur Vorsicht aufgerufen und dazu geraten, sich regelmäßig über die Entwicklungen zu informieren und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Aktuelle Pegelstände und historische Werte

Die Pegelstände sind ein wichtiges Indiz für die Sicherheitslage an der Ostseeküste. Die Ostsee Zeitung führt die Messstationen in Wismar, Warnemünde, Althagen, Barth, Stralsund, Sassnitz und Greifswald auf. Dabei wird der durchschnittliche Tiefstwert (MNW) in Warnemünde bei 407 cm und der durchschnittliche Höchstwert (MHW) bei 617 cm angegeben. Der höchste Hochwasserstand in Warnemünde wurde am 13. November 1872 mit 770 cm registriert, während der niedrigste Wasserstand am 18. Oktober 1967 mit 332 cm gemessen wurde.

Die Sturmflutklassen geben einen klaren Rahmen für die bestehenden Risiken: Eine Sturmflut beginnt ab 1,00 Meter über dem mittleren Wasserstand, während eine sehr schwere Sturmflut über 2,00 Meter beträgt. Derzeit sind die Anwohner vor Ort sensibilisiert, da sie sich auf mögliche Überflutungen und Schäden vorbereiten müssen.

Auswirkungen und Vorbereitungen

In den vergangenen Jahren hat das Thema Sturmfluten bereits zu erheblichen Schäden geführt. Im letzten Oktober beispielsweise belaufen sich die Schäden in Mecklenburg-Vorpommern auf rund 56 Millionen Euro, wie ostsee-zeitung.de berichtet. Die Stadt Sassnitz hat zur Wiederherstellung ihrer Infrastruktur Finanzbedarf von etwa 42 Millionen Euro angemeldet, und es ist klar, dass die touristische Infrastruktur und die Hafenschutzanlagen besondere Beachtung benötigen.

Für die heutigen und kommenden Stunden wird mit einer Sturmflut gerechnet, die bis zu 40 Stunden andauern könnte. Strandwälle an der Schleimündung könnten überflutet werden, und auch die Möglichkeit von Steiluferabbrüchen macht vielen Sorgen. Besonders meldet die dänische Polizei, dass Anwohner und Urlauber in den gefährdeten Küstengebieten zum Verlassen aufgefordert werden. Für die Fährverbindungen zwischen Rostock und Gedser bedeutet dies bereits eine Stornierung.

Um den kommenden Herausforderungen zu begegnen, ist eine genaue Risikoabschätzung vonnöten. So rät der Deutsche Wetterdienst, sich regelmäßig über die aktuelle Wetterlage und die Wasserstände zu informieren, besonders angesichts der orkanartigen Böen von bis zu 110 km/h, die bereits von Freitag Mittag bis Samstag Vormittag gemeldet wurden.

Die nächste Zeit wird zeigen, wie die Ostsee auf das stürmische Wetter reagiert, und ob die Vorbereitungen fruchten. Eines ist jedoch sicher: An der Küste wird man in den kommenden Tagen Augen und Ohren offenhalten müssen.