Sassnitz plant Mega-Event: Sail GP kehrt 2026 und 2027 zurück!

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Sassnitz plant die Wiederholung der Sail GP in 2026 und 2027. Stadtvertreter diskutieren Finanzierung und Verkehrsfragen.

Sassnitz plant die Wiederholung der Sail GP in 2026 und 2027. Stadtvertreter diskutieren Finanzierung und Verkehrsfragen.
Sassnitz plant die Wiederholung der Sail GP in 2026 und 2027. Stadtvertreter diskutieren Finanzierung und Verkehrsfragen.

Sassnitz plant Mega-Event: Sail GP kehrt 2026 und 2027 zurück!

Die Vorbereitungen für die nächsten Sail GP in Sassnitz laufen auf Hochtouren. Wie der NDR berichtet, haben sich die Stadtvertreter am Dienstagabend mit dem Thema beschäftigt und eine Absichtserklärung zwischen der Stadt, der Landesregierung und den deutschen Veranstaltern zur Wiederholung der Veranstaltung in den Jahren 2026 und 2027 unterzeichnet. Diese Events versprechen nicht nur Hochsee-Action, sondern auch bedeutende Einnahmen für die Stadt. Geplant ist eine Finanzierung von jeweils 150.000 Euro pro Jahr für die Sail GP, die noch der Zustimmung der Stadtvertretung bedarf. Bei den Einnahmen könnte die Stadt beispielsweise von Parkplatzgebühren und dem Verkauf von Werbeartikeln profitieren.

Doch nicht nur die Sail GP sorgt für Bewegung in der Stadt. Mit Blick auf die Infrastruktur wurde in Sassnitz auch ein Umdenken angestoßen: Die Stadtverwaltung plant, die Mietverträge für Garagen neu zu ordnen. Das bedeutet, dass alle bestehenden Verträge zum Jahresende gekündigt werden und den bisherigen Vertragsinhabern eine Grundmiete von 120 Euro angeboten wird. Solche Maßnahmen sollen helfen, die finanziellen Mittel für großangelegte Veranstaltungen wie die Sail GP zu sichern.

Verkehrslage und mögliche Staus

Mit einem Blick auf die Verkehrsverhältnisse stellt sich die Frage: Wie werden die Ströme an Besuchern bewältigt? Die B196, die einzige Verbindung zu den Seebädern im Südosten Rügens, wird regelmäßig von Staus heimgesucht, die mehrere Stunden andauern können. Fachleute warnen vor einem Mega-Stau, der vor Jahren bereits bei einem Busunfall die Insel zehn Stunden blockierte. Trotz der bisherigen Bemühungen, z. B. durch neue Kreisverkehre und verstärkte Busangebote, wird die kommende Sail GP sicherlich für besondere Herausforderungen im Straßenverkehr sorgen. Ob bessere Informationen und ein optimierter ÖPNV helfen können, bleibt abzuwarten.

Für die Sail GP am Sassnitzer Hafen sind bereits offizielle Tickets und Angebote erhältlich. Die Veranstaltung wird von einer Festmeile und einem Bühnenprogramm begleitet, die zusammen mit der Sail Sassnitz ein unvergessliches Wochenende versprechen. Allerdings sollten Autofahrer gewarnt sein: Die Zufahrten nach Sassnitz sind an den Veranstaltungstagen von 10 bis 15 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Das LNG-Terminal in Mukran

Ein weiteres großes Thema in der Region ist das LNG-Terminal in Mukran. Der Betrieb der Anlage wurde bis Jahresende ohne Landstrom genehmigt, was auf viel Kritik stößt. Menschen und Organisationen wie die Deutsche Umwelthilfe äußern Bedenken zur Umweltverträglichkeit des Projekts, da der Betreiber Deutsche Regas die ursprünglich versprochenen Landstromanlagen nicht umsetzt. Diese Problematik könnte auch in die Debatte um die Sail GP einfließen, insbesondere wenn man die möglichen Umweltbelastungen in Betracht zieht.

Die AfD-Fraktion in Sassnitz hat bereits Einsicht in die Notfallpläne für das LNG-Terminal gefordert, insbesondere für den Fall einer Havarie. Die AZS-Fraktion interessiert sich hingegen für die 21 Millionen Euro an Landesfördermitteln, die für den Aufbau des Terminals verwendet werden sollen. Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Rügen“ schürt zudem Misstrauen gegenüber den veröffentlichten Messdaten des Umweltministeriums, während der Betreiber Lärmschutzmaßnahmen anbietet, jedoch Klagen über Lärmbelästigung nicht ausbleiben.

Insgesamt zeigen die Entwicklungen in Sassnitz und der Region, dass aufregende Ereignisse vor der Tür stehen. Ob es für die Sail GP ein voller Erfolg wird, hängt nicht nur von der Genehmigung, sondern auch von der Verkehrslage und den Umweltauswirkungen ab. Eines steht fest: Die Stadt hat ein gutes Händchen für Großveranstaltungen, doch die Herausforderungen, die auf die Verantwortlichen zukommen, sind nicht zu unterschätzen.

Mehr Informationen finden Sie unter: NDR, Ostsee-Zeitung, Spiegel.