Badenschier geht, Ehlers und Pfeifer kämpfen um Schwerins Zukunft!
Sebastian Ehlers verabschiedet Oberbürgermeister Badenschier; Neuwahl am 12. April 2026. Neue Kandidaten und Herausforderungen für Schwerin.

Badenschier geht, Ehlers und Pfeifer kämpfen um Schwerins Zukunft!
In einer bewegten Sitzung der Stadtvertretung wurde am Montag Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier von Stadtpräsident Sebastian Ehlers feierlich verabschiedet. Zum Jahresende wird Badenschier sein Amt niederlegen, was die politische Landschaft in Schwerin vor spannenden Herausforderungen stellt. Die Neuwahl des Oberbürgermeisters ist für den 12. April 2026 angesetzt, und bereits jetzt können Wahlvorschläge eingereicht werden. Ehlers selbst zählt zu den Kandidaten, die auf Badenschiers Nachfolge spekulieren, neben Heiko Steinmüller, Petra Federau und der frisch nominierten Mandy Pfeifer, die als gemeinsame Kandidatin von SPD und Linken antritt, wie Tagesschau.de berichtet.
Zahlreiche Herausforderungen prägten Badenschiers Amtszeit, die Sebastian Ehlers in seiner Ansprache mehr als einmal thematisierte. So war die Corona-Pandemie nur eine von vielen Krisen, die Badenschier meisterte – ein Hackerangriff auf die Verwaltung und die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine waren weitere Baustellen, mit denen sich die Stadt auseinandersetzen musste. Insbesondere die Krisendichte fordert von den Stadtvertretern ein gutes Händchen in der politischen Arbeit.
Ein Rückblick und ein Ausblick
Ehlers würdigte Badenschiers Engagement hinsichtlich der Fluchtbewegungen und den Auswirkungen auf die Stadtgesellschaft. „Die finanzielle Haushaltslage hat viele unserer Entscheidungen in den letzten Jahren beeinflusst“, betonte Ehlers und benannte auch wichtige Entwicklungslinien, wie die Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur und fahrradfreundliche Maßnahmen. Besonders stolz ist die Stadt auf ihre erste Fahrradstraße, die Ende 2024 eingeweiht wurde. Doch nicht alle Vorhaben, wie die Welterbe-Thematik, ließen sich problemlos umsetzen.
Als eine besonders würdige Geste überreichte Ehlers Badenschier ein Buch über Laufstrecken als Abschiedsgeschenk, das nicht nur als ein netter Abschied, sondern auch mit einer gewissen Doppeldeutigkeit betrachtet wurde. Badenschier selbst bedankte sich herzlich für die Zusammenarbeit und sprach offen über die persönlichen Belastungen, die er durch politische Mehrheitsverhältnisse erlebte. Gleichzeitig deutete er an, wieder aktiver in seinem medizinischen Beruf tätig sein zu wollen, und hob die Notwendigkeit tragfähiger Strukturen für die Stadt hervor, unabhängig von einzelnen Personen.
Die bevorstehenden Wahlen
Die anstehenden Kommunalwahlen in Deutschland, darunter die Wahl des Oberbürgermeisters in Schwerin, sind für die Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung. Das Grundgesetz schreibt vor, dass Kommunalwahlen allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim durchgeführt werden müssen, wie auf bpb.de erläutert wird. In Schwerin haben die Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit, bis zum 27. Januar 2026 weitere Bewerbungen bei der Wahlbehörde einzureichen.
Badenschiers Abschied leitet die Übergangsphase bis zur OB-Wahl im Frühjahr ein – ein neuer Abschnitt für die Stadt, der mit vielen Erwartungen und Herausforderungen behaftet ist. Die Kandidaten haben bereits ihre Positionen zur künftigen Entwicklung Schwerins umrissen, und es bleibt abzuwarten, welcher von ihnen das Vertrauen der Wählerschaft gewinnen kann, um die Geschicke der Stadt in die nächsten Jahre zu lenken.