Die Störtebeker-Ausstellung in Warin: Auf der Spur des Mythos!
Die Ausstellung „Störtebeker. Die ganze Wahrheit“ in Warin bis 15. November 2025 beleuchtet den Piraten und seine Legenden.

Die Störtebeker-Ausstellung in Warin: Auf der Spur des Mythos!
Die faszinierende Geschichte des Klaus Störtebeker, einem der bekanntesten Freibeuter des Mittelalters, wird derzeit in der Ausstellung „Störtebeker. Die ganze Wahrheit“ in Warin lebendig. Die Schau ist nicht nur ein Highlight für Geschichtsinteressierte, sondern nimmt auch bis zum 15. November 2025 Besucher mit auf eine Reise durch die Zeit des Piratendaseins und der Machtspiele im mittelalterlichen Mecklenburg.
Ein großer Teil der Ausstellung widmet sich Störtebekers Lebensweg und verknüpft diesen bemerkenswerten Charakter mit der Region. Überraschung schwappt durch die Reihen der Besucher, die zunehmend die Verbindung zwischen Störtebeker und Orten wie Warin, Sternberg und Wismar erkennen. Besonders der Wariner Citymanager Tom Clauß hebt hervor, dass die Ausstellung sich klar von anderen Projekten abgrenzt, insbesondere einer umstrittenen Schau in Rostock, die den Mythos Störtebeker in Frage stellt, und dies mit einer fundierten Herangehensweise.
Mythos und Wahrheit
„Störtebeker. Die ganze Wahrheit“ hebt sich ab, indem sie sich auf historische Quellen stützt, die von einem Hamburger Wissenschaftler eingehend untersucht wurden. Dabei werden nicht nur die Legenden um den berühmten Piraten beleuchtet, sondern auch neue Erkenntnisse über seine Verstrickungen im Machtapparat seiner Zeit präsentiert. Hans Leip, ein Schriftsteller, verband in seinem Roman „Godekes Knecht“ Störtebeker mit Klaus Alkun, was die Legendenbildung um die Figur weiter befeuert hat. Verwunderlich ist die klare Positionierung der Ausstellung, die sich gegen die Theorien der Universität Rostock zur Existenz des Berühmten Piraten stellt.
Die Ausstellung zieht bereits viele Besucher an – über 100 waren besonders am letzten Wochenende begeistert. So verspricht die Schau nicht nur interessante Einblicke in die Geschichte Mecklenburgs, sondern auch unterhaltsame Exponate wie eine Replik des Goldschatzes von 1545 und einen nachgebildeten Schädel Störtebekers. Für alle Besucher steht zudem ein eigens für die Ausstellung hergestellter Schnaps mit dem verheißungsvollen Namen „Störtebekers Gold“ zur Verfügung.
Der Mann hinter dem Mythos
Klaus Störtebeker, lebte um 1360 bis 1401 und war der Anführer der Vitalienbrüder, besser bekannt als Likedeeler. Zeitgenössische Quellen zu seiner Person sind rar, was zur Entstehung zahlreicher Mythen führte. Vermutet wird, dass er entweder aus Rotenburg (Wümme) oder Wismar stammt. Seine Berühmtheit entstand nicht nur durch seine Abenteuer auf See, sondern auch durch die Kontakte zu Königen wie Albrecht von Schweden und seinen Überfällen auf Hanse-Schiffe.
Sein Ende ereilte ihn zwischen dem 20. und 21. Oktober 1401, als er in Hamburg hingerichtet wurde, nachdem er im April des gleichen Jahres gefangen genommen wurde. Über die Legenden zu seiner Hinrichtung wird spekuliert; die vielleicht bekannteste besagt, dass er gegen das Leben von Stadtbewohnern ein Angebot unterbreitete. Es bleibt unklar, in wie weit diese Erzählungen der Realität nahekommen.
Die Störtebeker-Brunnen in Verden und die beliebten Störtebeker-Festspiele auf Rügen sind heutzutage nur einige der zahlreichen Ehren, die den legendären Piraten zuteilwerden. Die Ausstellung in Warin bringt all das zusammen und zeigt, wie vielschichtig und spannend das Erbe von Klaus Störtebeker tatsächlich ist.
Besuchen Sie die Ausstellung in Warin und lassen Sie sich von der fesselnden Geschichte eines Mannes, der zum Symbol für Freiheit und Piratendasein wurde, inspirieren. Nostalgie und Geschichte treffen hier aufeinander und bieten einen einmaligen Einblick.