Klimagipfel in Brasilien: Enttäuschung über fehlenden Fortschritt!
Weltklimakonferenz in Brasilien: Enttäuschende Ergebnisse und fehlende Fortschritte im Kampf gegen fossile Brennstoffe.

Klimagipfel in Brasilien: Enttäuschung über fehlenden Fortschritt!
Der Weltklimagipfel in Belém, Brasilien, hat wie ein Sturm im Wasserglas gewirkt – nach zwei Wochen intensiver Verhandlungen blieb eine Einigung auf einen klaren Plan zur Abkehr von fossilen Brennstoffen aus. Trotz aller Anstrengungen und fast 20 Stunden zusätzlicher Gespräche fand das Treffen keinen Ausweg aus der Blockade, die von den einflussreichen Ölstaaten und einigen Schwellenländern aufrechterhalten wurde. Die Entscheidungen wurden scharf von Umweltorganisationen und Aktivisten kritisiert, die das Ergebnis als unzureichend erachteten. Nordkurier berichtet, dass die Konferenz keine konkreten Zeitpläne und Beträge zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen festlegte.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) war enttäuscht und warf den ölproduzierenden Ländern vor, mit ihrer Blockadetaktik eine ernsthafte Fortschrittsbemühung zu verhindern. Dies ist besonders problematisch, da die Weltgemeinschaft seit dem Pariser Abkommen vor zehn Jahren versucht, deutlichere Schritte gegen die Erderwärmung einzuleiten. Während die EU sich für eine klare Abkehr von fossilen Energieträgern stark machte, stießen diese Bestrebungen auf Widerstand, insbesondere seitens arabischer Staaten. Welt hebt hervor, dass der Beschlusstext sogar das Wort „fossil“ nicht enthält.
Die Herausforderungen in der Klimapolitik
Die abschließenden Dokumente der Konferenz erwähnten zwar Initiativen zur Unterstützung ärmerer Länder bei der Umsetzung ihrer Klimaziele, jedoch fehlten klare Verpflichtungen für eine Reduktion der Treibhausgase. Besonders enttäuschend war die Tatsache, dass der geforderte Fahrplan zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas aus dem Diskussionsentwurf gestrichen wurde, wie NZZ berichtet. Der potenzielle Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bleibt somit ein unerfüllter Wunschtraum.
In der Zwischenzeit hat Brasilien, unter der Führung von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, einen Fonds zum Schutz des Regenwaldes ins Leben gerufen, der mit einer Million Euro von Deutschland unterstützt wird. Doch ein konkretisierter „Waldaktionsplan“ zur Eindämmung der weitverbreiteten Abholzung blieb aus, was das Missmut bei vielen Umweltschützern weiter verstärkt. Es ist eine bittere Pille, diese unzureichenden Maßnahmen zu akzeptieren, während die Problematik des Klimawandels drängender denn je ist. Wissenschaftler warnen, dass die Erdtemperatur bald um 1,5 Grad Celsius ansteigen könnte, was katastrophale Folgen nach sich ziehen würde.
Proteste und zukünftige Aussichten
Begleitend zu den Beratungen fanden auch Proteste von indigenen Aktivisten sowie der Zivilgesellschaft statt, die lautstark für größere Schutzmaßnahmen für den Regenwald und eine konsequentere Klimapolitik eintreten. Die nächste Klimakonferenz soll in Antalya, Türkei, stattfinden, wobei Australien eine besondere Rolle einnehmen wird. Dies gibt Hoffnung, dass der Druck zur Einhaltung von Ambitionen und die Anforderungen an einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern nicht völlig aus dem Fokus rücken.
Es bleibt zu hoffen, dass die Erfahrungen aus Belém der internationalen Gemeinschaft als Warnung dienen; denn auf den Schultern aller Länder ruht die Verantwortung, um das Ruder noch herumzureißen. Die nächsten Schritte müssen durch ehrgeizige und klare Maßnahmen geprägt sein, denn die Uhr tickt.