Die Lage in Teheran ist drückend. An diesem 23. November 2025 warnt die Umweltbehörde der iranischen Hauptstadt vor einer alarmierenden Luftverschmutzung. Der Luftqualitätsindex liegt katastrophal hoch bei 160 und wird als „stark verschmutzt“ eingestuft. Besonders ältere Menschen sind von diesen Bedingungen stark gefährdet, was die Sorgen der Bevölkerung noch weiter schürt. Diese Krise kommt nicht von ungefähr, denn im vergangenen Jahr mussten über 58.000 Menschen ihr Leben aufgrund der katastrophalen Luftqualität lassen. Die Hauptursache? Millionen von Autos und ein eklatanter Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln, der die Stadt zum Stillstand bringt.
Besonders deutlich wird die prekäre Situation im Winter und Sommer, wenn der Energieverbrauch deutlich ansteigt. Angesichts dieser ständigen Belastung hat das Gesundheitsministerium ein Krisentreffen einberufen, um Lösungen zu finden, da die schlechte Luftqualität voraussichtlich anhält. Die Maßnahmen der Regierung scheinen jedoch oft unzureichend. So wurde bereits über die Schließung von Schulen, Universitäten und möglicherweise sogar Banken während der Smog-Tage diskutiert, wie nordkurier.de berichtet.
Feinstaub und Energiekrisen
Für Teherans über 15 Millionen Einwohner ist die Luftqualität nicht nur im Moment, sondern über das gesamte Jahr ein Thema. So hatte die Stadt laut sueddeutsche.de seit März 2024 an lediglich fünf Tagen saubere Luft. Über 40 Prozent der Tage waren durch eine ungesunde Feinstaubbelastung geprägt. Lediglich an 197 Tagen wurde die Luftqualität als „akzeptabel“ bezeichnet, aber auch diese Werte sind alles andere als gesund.
Die steigende Belastung durch Schadstoffe ist nicht nur ein gesundheitliches Problem, sondern hat auch ernsthafte Auswirkungen auf die Lebensqualität. Pendler sind oft im Verkehr festgefahren, während die Versprechen der Regierung für Verbesserungen in den letzten Jahren eher enttäuschend blieben. Der allgegenwärtige Smog belastet die Bevölkerung nicht nur körperlich, sondern drückt auch auf die Psyche der Bewohner Teherans.
Energiefragen und Wasserkrise
Doch die Probleme enden nicht bei der Luftverschmutzung. Ein weiteres akutes Thema ist die landesweite Wasserkrise, die durch anhaltende Trockenheit verschärft wird. Präsident Massud Peseschkian hat bereits Wasser-Rationierung angekündigt, sollte bis Ende November kein Regen fallen. Dies könnte weitreichende Konsequenzen haben, insbesondere wenn die Regierung sogar dazu bereit ist, eine Evakuierung Teherans in Betracht zu ziehen. Diese angedachten Maßnahmen verdeutlichen, wie ernst die Lage ist.
Die Belastung durch das Verbrennen von Schweröl in Kraftwerken, das die Schadstoffbelastung weiter erhöht, hat den Unmut unter der Bevölkerung angeheizt. Es bleibt abzuwarten, ob die Regierung wirksame Lösungen findet, oder ob der smoggeplagte Alltag der Teheraner weiterhin bestehen bleibt.