Stinkefinger-Nussknacker erobert das Erzgebirge: Tradition gegen Plagiate!

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Markus Füchtner, Holzspielzeugmacher aus Seiffen, bringt mit dem Stinkefinger-Nussknacker Tradition und Innovation zusammen.

Markus Füchtner, Holzspielzeugmacher aus Seiffen, bringt mit dem Stinkefinger-Nussknacker Tradition und Innovation zusammen.
Markus Füchtner, Holzspielzeugmacher aus Seiffen, bringt mit dem Stinkefinger-Nussknacker Tradition und Innovation zusammen.

Stinkefinger-Nussknacker erobert das Erzgebirge: Tradition gegen Plagiate!

In der Traditionsstadt Seiffen, im Herzen des Erzgebirges, geht es derzeit hoch her. Markus Füchtner, ein erfahrener Holzspielzeugmacher, hat mit seinem einzigartigen Stinkefinger-Nussknacker für Aufsehen gesorgt. Der kreative Kopf hat nicht nur das Holzhandwerk in seiner Familie fortgeführt, sondern auch einen Nussknacker ins All geschickt und eine Räucher-Rakete entwickelt, die zusammen mit dem Stinkefinger-Nussknacker das zeitgenössische Erzgebirgen in neuem Licht erscheinen lässt. Wie nordkurier.de berichtet, hat ihn die Entdeckung einer Billigkopie aus China zu einem klaren Statement bewegt: „So nicht!“

Füchtner, dessen Vorfahren als Erfinder des Nussknackers gelten, ist empört über die eigene Tradition. Der Stinkefinger-Nussknacker trägt nicht nur seine charakteristischen kurzen Hosen und ein Basecap, sondern wird auch von Haar und Bart aus Kaninchenfell geziert. Diese kreative Interpretation wurde in Zusammenarbeit mit der Gruppe „Boys from the Wood“ realisiert, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Erzgebirge modern zu feiern. Und die Resonanz spricht für sich: Die 15 gefertigten Exemplare waren im Nu vergriffen. Aktuell behält Füchtner ein Exemplar in seiner Werkstatt, plant aber erst nach Weihnachten, eventuell weitere zu produzieren.

Tradition und Innovation im Erzgebirge

Die Debatte um die Qualität und Echtheit erzgebirgischen Kunsthandwerks ist nicht neu. Im Frühjahr wurde das Kunsthandwerk auch offiziell als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller zeigt sich kämpferisch und geht gegen ausländische Holzfiguren vor, die meist ohne die erforderliche Qualität und Handwerkskunst aus dem Erzgebirge beworben werden. Monatlich verschickt der Verband ein bis zwei Abmahnungen, wobei einige dieser Streitigkeiten auch vor Gericht landen. Ein Urteil des Oberlandesgerichts hat bereits klar gemacht, dass die Werbung für Importprodukte im „Erzgebirge-Stil“ unzulässig ist, was heuer durch den Bundesgerichtshof bestätigt wurde.

Ein wesentlicher Aspekt der Diskussion ist, dass nur vom Verband zertifizierte Manufakturen das Label „Erzgebirgisches Kunsthandwerk“ nutzen dürfen. Hier möchte man sicherstellen, dass die Tradition des Handwerks, die über 200 Jahre zurückreicht, auch in Zukunft erhalten bleibt. Die Manufakturen in der Region, wie die in Marienberg ansässige Firma Steinbach, stehen für hochwertige Materialien und eine Detailverliebtheit, die jedes Stück zu etwas ganz Besonderem macht, wie steinbach-volkskunst.com darstellt.

Wenn wir uns nun die Entwicklungen im Bereich des grenzüberschreitenden Handels ansehen, ist klar, dass im digitalen Zeitalter auch die Welt des Holzhandwerks neue Herausforderungen hat. Plattformen wie TikTok bieten innovative Möglichkeiten, das Erzgebirge weltweit zu präsentieren und Produkte zu vermarkten. Experten wie die von zhihu.com raten, all die nützlichen Informationen zu nutzen, um den Zugang und den Umgang mit solchen Plattformen zu erleichtern und damit die Traditionen in das 21. Jahrhundert zu tragen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Füchtner und die Gemeinschaft der Handwerker im Erzgebirge einen mutigen Schritt gehen, um die Wertschätzung für traditionelles Kunsthandwerk zu bewahren und gleichzeitig innovativ in der heutigen Welt zu bleiben. So bleibt abzuwarten, was noch aus dieser kreativen Wiege des Handwerks kommen wird.