Kampf ums Überleben: Stralsunder Händler leiden unter Weihnachtsstress!

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Stralsund leidet unter Umsatzrückgängen beim Weihnachtsmarkt. AfD-Antrag zur Senkung der Standgebühren abgelehnt.

Stralsund leidet unter Umsatzrückgängen beim Weihnachtsmarkt. AfD-Antrag zur Senkung der Standgebühren abgelehnt.
Stralsund leidet unter Umsatzrückgängen beim Weihnachtsmarkt. AfD-Antrag zur Senkung der Standgebühren abgelehnt.

Kampf ums Überleben: Stralsunder Händler leiden unter Weihnachtsstress!

In Stralsund kommen die Händler auf dem Wochenmarkt derzeit nicht zur Ruhe. Aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Weihnachtsmarkt sorgen für schlaflose Nächte und spürbare Umsatzeinbußen. Während die politische Diskussion über Gebühren entbrannt ist, bleibt das Kundschaftsaufkommen hinter den Erwartungen zurück.

Die AfD hat kürzlich einen Antrag auf Senkung der Standgebühren für die Wochenmarkthändler während des Weihnachtsmarktes gestellt, der jedoch von der Bürgerschaft abgelehnt wurde. Die Stadt sieht sich nicht in der Verantwortung und verweist auf die Rostocker Großmarkt GmbH, die die Märkte organisiert. Dies war auch Anlass für die Kritik der Fraktionschefin Sandra Graf, die die dramatischen Umsatzverluste der Händler thematisierte. Ihr Kollege von der CDU/FDP-Fraktion, Thomas Haack, merkte an, dass es keine Deckungsquelle für eine Gebührensenkung gebe. Zudem äußerte der Linken-Politiker Bernd Buxbaum, dass der AfD-Antrag „ins Leere“ gegangen sei, während der Händler Olaf Reichert einen Rückgang von 40 bis 50 Prozent bei seinem Umsatz verzeichnete.

Die Situation auf dem Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt in Stralsund ist nur unter einer strengen 2G+-Regelung zugänglich, die nur Geimpften und Genesenen mit negativem Test den Zutritt erlaubt. Diese Vorschrift könnte laut der Großmarkt GmbH potenziell zu einem erheblichen Umsatzverlust für Händler und Schausteller führen. Um den Kleinunternehmern in diesen schwierigen Zeiten entgegenzukommen, wurde ein Antrag auf Gebührenbefreiung gestellt, der allerdings ebenfalls auf Widerstand stieß.

Die Ausweichfläche auf der Schützenbastion, wo die Händler ihre Stände aufgestellt haben, zeigt sich bislang als wenig einladend. Händler berichten von einem spürbaren Rückgang der Kundschaft, besonders an Regen- oder Schlechtwettertagen, was die Umsätze noch weiter drückt. „Es ist deprimierend, bei schönem Wetter kaum Kunden zu haben und bei Nässe erst recht nicht,“ schildert Thomas Haack. Auch Internationalisierung und geopolitisch unsichere Zeiten tragen zur Besorgnis bei, wie der Handelsverband Deutschland anmerkt. Insgesamt rechnet dieser mit einem durchwachsenen Weihnachtsgeschäft im deutschen Einzelhandel und leidet unter dem straffen Geldbeutel der Verbraucher.

Umsatzsituation und Erwartungen

Das Weihnachtsgeschäft zeigt in diesem Jahr einige Unterschiede zwischen den Branchen. Während beispielsweise Parfümerien und Schmuckläden positive Bilanz ziehen, sehen sich viele Händler des Einzelhandels mit einem Umsatzrückgang konfrontiert. Auch die vorbeugenden Maßnahmen gegen COVID-19 scheinen das Einkaufsverhalten zu beeinflussen. Das Gefühl der Unsicherheit und die bevorstehenden Neuwahlen sorgen dafür, dass viele Menschen ihr Geld zusammenhalten.

Die Umsatzprognosen des Handelsverbandes für November und Dezember finden sich eher im negativen Bereich. Ursprünglich hatten sie für diese Zeit Erlöse von etwa 121 Milliarden Euro erwartet, doch die Konsumfreude bleibt auf der Strecke. „Das Weihnachtsgeschäft wird nicht wie geplant verlaufen“, fasst es ein Händler zusammen. Nach den Feiertagen könnten allerdings einige Verbraucher, angestiftet durch Geschenke oder Gutscheine, wieder aktiver werden. Hoffnung gibt es immer noch – in der Bäckerei und beim Müller können die Verkäuferinnen lachend ihre Brötchen und Getränke an den Käufer bringen und lächeln, auch wenn die großen Zahlen nicht im Raum stehen.

Es bleibt abzuwarten, wie die Situation sich weiterentwickeln wird. Der Stralsunder Wochenmarkt und die Händler hoffen auf eine Wende, die ihre wirtschaftliche Lage stabilisieren könnte. Bis das geschieht, müssen sie weiterhin um Kunden werben und ihre Angebote im Blick behalten.

Der Stralsunder Wochenmarkt steht somit unter Druck, und die kommenden Wochen werden entscheidend dafür sein, ob die Händler ihre Umsätze steigern können oder ob die politischen Entscheidungen die ohnehin angespannten Situationen der Händler weiter verschärfen werden. Der Weihnachtszauber könnte für viele in diesem Jahr weniger glänzend ausfallen.

Für weitere Informationen und Einsichten empfehle ich einen Blick auf die Berichterstattung von moin.de, webris.stralsund.de und tagesschau.de. Damit sind Sie bestens informiert über das Geschehen in Stralsund und den Herausforderungen, die die Händler zurzeit bewältigen müssen.