Pinguin-Alarm auf Rügenbrücke: Ein Kormoran oder eine Illusion?

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Ein Pinguin-Alarm auf der Rügenbrücke, Fehlalarm oder Jungkormoran? Besuchen Sie die neuen Pinguinküken im Ozeaneum Stralsund.

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Pinguin-Alarm auf Rügenbrücke: Ein Kormoran oder eine Illusion?

Ein nicht ganz alltäglicher Alarm ereignete sich auf der Rügenbrücke, als die Polizei über einen mutmaßlichen Pinguin-Ausreißer berichtete. Passanten meldeten eine ungewöhnliche Tierbeobachtung, die während eines unaufmerksamen Schrittes zu einem recht großen Aufsehen führte. Umgehend wurde eine Funkstreifenwagenbesatzung zur Überprüfung des Sachverhalts entsandt. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass es sich wohl eher um einen jungen Kormoran handeln könnte, der den Blicken der Menschen zum Verwechseln ähnlich sah wie ein Pinguin. Dies erklärte namentlich ein Experte vom Deutschen Meeresmuseum, wo auch auf der Dachterrasse des Stralsunder Ozeaneums fröhliche Humboldt-Pinguine ein neues Zuhause gefunden haben.

Die Aufregung bei den Aufmerksamen auf der Rügenbrücke war groß, obwohl die Polizisten keinen frei laufenden Pinguin feststellen konnten. Vielleicht lag es an der hohen Erwartungshaltung, die immer dann besteht, wenn es um die beliebten Tiere aus der Familie der Seevögel geht. Zumal sich aktuell zwei Jungtiere auf der Dachterrasse des Ozeaneum zeigen, die im April zur Welt kamen und nun die Namen Blümchen und Rudi tragen. Erst seit kurzem dürfen die beiden kleinen Pinguine nach einem ausgiebigen Training hinter den Kulissen, in dem sie an die Fütterung durch Menschen gewöhnt wurden, jetzt auch die Öffentlichkeit beglücken.

Pinguin-Nachwuchs und Artenschutz

Mit dem ersten Pinguin-Nachwuchs seit zwei Jahren hat die Anlage in Stralsund nun insgesamt 13 Humboldt-Pinguine. Diese Art ist in ihrem natürlichen Lebensraum in Südamerika stark bedroht, und die Verantwortlichen im Ozeaneum möchten auf diese kritische Situation aufmerksam machen. Humboldt-Pinguine zählen zu den Arten, die durch Lebensraumverlust und Klimawandel gefährdet sind, was ihre Fortpflanzung erschwert und den gesamten Bestand bedroht, wie auch Green Ecolog berichtet.

An den Pinguinen im Ozeaneum zeigt sich, dass der Nachwuchs eine andere Federzeichnung hat als die älteren Tiere, denn die Jungtiere zeigen ein diffuses graues Gefieder, das sie von den prachtvollen Schwarz-Weiß-Westen der Erwachsenen unterscheidet. Rudi gilt als der freche der beiden, während Blümchen eher zurückhaltend ist. Diese lebendigen Persönlichkeiten tragen dazu bei, Besucher anzuziehen, die sowohl über als auch unter Wasser einen Blick auf die Pinguine werfen können.

Die Humboldt-Pinguine sind nicht nur ein beliebtes Attraktionsziel, sondern auch ein wichtiger Botschafter für den Naturschutz. Das Ozeaneum engagiert sich stark für die Aufklärung über die Gefahren, die diesen Tierarten drohen. Während Pinguine in der Region zunehmend beliebter werden, liegt es an uns allen, mitzuwirken und durch umweltbewusstes Handeln die Lebensbedingungen dieser und anderer bedrohter Tierarten zu verbessern.

Einblicke in die spannende Welt der Pinguine gibt es nicht nur vor Ort — auch in den sozialen Medien und auf Websites verbreiten Fans und Umweltschützer die Botschaft über den Schutz der Pinguine. Wir können nur hoffen, dass die Menschen weiterhin mit einem offenen Herzen in die Tierwelt blicken und uns dabei unterstützen, dass nicht nur Rudi und Blümchen, sondern auch ihre Artgenossen in der freien Natur weiterhin gedeihen können.