Schock-Prozess in Stralsund: Mann bedroht neuen Partner mit Schere!
Prozessstart am Landgericht Stralsund: Ein 36-jähriger Mann beschuldigt, mit Schere bedroht zu haben. Angeschuldigter berichtet von Bedauern.

Schock-Prozess in Stralsund: Mann bedroht neuen Partner mit Schere!
Ein schockierender Fall von Gewalt beschäftigt derzeit das Landgericht Stralsund. Am 20. Januar 2026 begann der Prozess gegen einen 36-jährigen Mann aus Somalia, dem vorgeworfen wird, im Dezember 2024 den neuen Freund seiner ehemaligen Lebensgefährtin mit einer Schere attackiert zu haben. Laut NDR wollte der Angeklagte persönliche Gegenstände aus der früheren gemeinsamen Wohnung abholen. Dabei gab er vor, sich von dem neuen Freund verabschieden zu wollen. In einem unerwarteten Moment der Umarmung, so die Anklage, habe er mit einer 10 cm langen Schere versucht, den Mann am Hals zu verletzen.
Die Situation eskalierte, nachdem der neue Freund des Angeklagten ihm gegenüber betonte: „Ich bin der Mann hier!“. Dies brachte den Somalia stämmigen mann so sehr auf, dass er fortan laut rief: „Ich mache dich tot!“. Zu diesem Zeitpunkt war der Angeklagte deutlich alkoholisiert, mit einem Blutalkoholgehalt von 2,93 Promille. Am Ende bereute er sein aggressives Verhalten, äußerte jedoch, dass er nichts von der Trennung gewusst habe.
Jugendlicher vor Gericht
Parallel zu diesem Prozess steht ein 17-jähriger Ukrainer vor der Großen Jugendkammer am Landgericht Stralsund, wie Tagesschau berichtet. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen, nachdem er am 25. Juli 2025 während der Nacht 22 Mal auf den Freund seiner Schwester eingestochen haben soll, weil dieser seine Schwester schlecht behandelte. Bei diesem Handgemenge erlitt auch die Schwester Verletzungen, die Mutter des Angeklagten konnte nur mit Mühe ihren Sohn aus der Situation drängen. Der Geschädigte musste notoperiert werden und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Dieser Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, insgesamt sollen zwei Zeugen und zwei Sachverständige gehört werden.
Anstieg der Gewaltkriminalität
Diese beiden Fälle sind Teil eines besorgniserregenden Trends in Deutschland. Wie eine Statista-Analyse zeigt, machen Gewaltverbrechen weniger als 4 % aller registrierten Straftaten aus, beeinflussen jedoch das Sicherheitsgefühl der Bürger stärker als Diebstahl oder Betrug. Im Jahr 2024 wurden rund 217.000 Gewalttaten registriert, die höchste Zahl seit 2007. Die Zahlen sind erschreckend – seit 2021 steigt die Anzahl der Gewaltverbrechen wieder. Dabei sind junge Täter vermehrt unter den Verdächtigen, circa ein Drittel der Tatverdächtigen waren 2024 unter 21 Jahren. Viele mögliche Faktoren, wie wirtschaftliche Unsicherheiten oder die psychischen Belastungen durch die Corona-Maßnahmen, könnten für diesen Anstieg verantwortlich sein. Rund 94 % der Deutschen sehen Gewalt und Aggression gegenüber Personen aus Politik, Polizei und Rettungswesen als ernstes Problem.
Diese beiden Gerichtsverfahren sind nicht nur Einschläge aus dem Alltag, sie stehen auch exemplarisch für ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Verurteilung der Angeklagten wird nicht nur für sie selbst, sondern für die Region und ihre Bewohner von Bedeutung sein. Die nächsten Tage werden aufschlussreiche Einblicke in die Beweggründe und die Hintergründe der Taten bringen.