In Stralsund, wo die Wellen der Ostsee sanft gegen die Küste schlagen, gibt es derzeit nicht nur frische Brise, sondern auch stürmische Zeiten für die Hotelbranche. Das Hotel „Maakt“ hat seit Anfang November seine Türen für Gäste geschlossen, und die Scheelehof-Betreibergesellschaft hat Insolvenz angemeldet. Diese Nachricht sorgt für besorgte Gesichter in der Stadt, wo der Tourismus eine wesentliche Rolle spielt.
Die Schließung des „Maakt“ hat umfangreiche Folgen. Die Betreibergesellschaft muss nicht nur ihre Geschäfte abwickeln, sondern auch Verträge mit Buchungsportalen auflösen und Reservierungen stornieren. Fast die gesamte Einrichtung wird entfernt, was den Abbruch eines Kapitels in der Stralsunder Hotellandschaft markiert. Betroffen sind auch die 89 Mitarbeiter, die sich nun um neue Arbeitsplätze kümmern müssen.
Ein Hoffnungsschimmer am Horizont
Trotz der düsteren Nachrichten gibt es einen Hoffnungsschimmer für Stralsund. Die Dormero Hotelkette plant, das Hotel im April wieder zu eröffnen. Diese Kette ist bereits in der Region etabliert mit Standorten in Prora und Greifswald und betreibt insgesamt 66 Hotels und zwei Herbergen in sechs Ländern. Der CEO von Dormero, Manuela Halm, hat sich dankbar für den Hinweis von Staatssekretär und Bundestagsabgeordnetem Philipp Amthor (CDU) gezeigt, der auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht hat, das freie Hotel zu übernehmen. Das neue Konzept umfasst 100 Zimmer und acht Apartments, was die Hotellandschaft in Stralsund beleben könnte.
Die Übernahme des Hotels wird als Lichtblick für die Stadt gefeiert. Es bleibt jedoch unklar, wann der Betrieb des Scheelehofs, der mehr als 100 Zimmer umfasst, möglicherweise wieder aufgenommen wird. Die Schließung wurde aufgrund finanzieller Schwierigkeiten notwendig, was nicht nur die Gäste betrifft, sondern auch die Mitarbeiter, die in unsicheren Zeiten um ihre Jobs kämpfen müssen.
Die Herausforderungen der Branche
Die Insolvenz der Scheelehof-Betreibergesellschaft ist nicht das einzige Zeichen für die Schwierigkeiten im Gastgewerbe. Die Branche sieht sich mit steigenden Kosten, insbesondere für Energie und Lebensmittel, sowie sinkenden Buchungszahlen konfrontiert. Die Corona-Pandemie hat die Hotellerie stark belastet, und die Buchungszahlen haben sich noch nicht auf Vorkrisenniveau erholt. Dies führt dazu, dass weitere Schließungen nicht ausgeschlossen sind, sollte sich die wirtschaftliche Lage nicht bald verbessern.
In der Zwischenzeit bemühen sich Insolvenzverwalter darum, betroffene Hotels zu verkaufen oder zu restrukturieren. Für die Mitarbeiter, die von der Insolvenz betroffen sind, gibt es Unterstützung durch die Agentur für Arbeit und Ansprüche auf Arbeitslosengeld. Gewerkschaften fordern zudem staatliche Hilfsprogramme für die Arbeitnehmer.
Wir werden die Entwicklungen um das Hotel „Maakt“ und die gesamte Situation in Stralsund aufmerksam verfolgen. Vielleicht wird der neue Betreiber nicht nur ein neues Kapitel für das Hotel schreiben, sondern auch frischen Wind in die Hotellandschaft der Stadt bringen.