Warnstreiks in MV: Beschäftigte fordern 7% mehr Lohn – So geht’s weiter!

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In Mecklenburg-Vorpommern rufen Gewerkschaften am 14.01.2026 zu Warnstreiks auf, um höhere Löhne im öffentlichen Dienst zu fordern.

In Mecklenburg-Vorpommern rufen Gewerkschaften am 14.01.2026 zu Warnstreiks auf, um höhere Löhne im öffentlichen Dienst zu fordern.
In Mecklenburg-Vorpommern rufen Gewerkschaften am 14.01.2026 zu Warnstreiks auf, um höhere Löhne im öffentlichen Dienst zu fordern.

Warnstreiks in MV: Beschäftigte fordern 7% mehr Lohn – So geht’s weiter!

Warnstreiks erregen derzeit die Gemüter in Mecklenburg-Vorpommern. Am bevorstehenden Mittwoch, dem 14. Januar, rufen die Gewerkschaften zu Aktionen auf, um auf die Forderungen im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst aufmerksam zu machen. Diese Mobilisierung erfolgt vor der Tarifverhandlungsrunde am Donnerstag, wo die Verhandlungen für über 900.000 Tarifbeschäftigte der Länder fortgesetzt werden sollen. Wie NDR berichtet, sind betroffen unter anderem Forstleute, Angestellte bei der Polizei, Lehrer an Hochschulen und Straßendiensten.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erwartet, dass es zu Störungen im Schulbetrieb kommt, obwohl die Schulen grundsätzlich geöffnet bleiben sollen. Eine Notdienst-Vereinbarung zwischen dem Bildungsministerium und der GEW stellt sicher, dass die Betreuung in Grund- und Förderschulen gewährleistet ist. Zudem haben die Gewerkschaften Shuttle-Busse organisiert, um die Teilnehmer zur Demonstration nach Schwerin zu bringen. Es ist jedoch anzumerken, dass auch dezentrale Warnstreiks nicht ausgeschlossen sind.

Forderungen und Ablehnung

Die Gewerkschaften fordern eine Einkommenssteigerung von 7 Prozent oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat. Diese Forderungen wurden von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) als unbezahlbar abgelehnt. Wie in einem Bericht von Süddeutscher Zeitung zu lesen ist, bezeichnete der Verhandlungsführer Andreas Dressel die Forderungen sogar als „astronomisch“. Das Problem der ausbleibenden Angebote von den Arbeitgebern könnte dazu führen, dass weitere Warnstreiks folgen, wie der Beamtenbund dbb ankündigte.

Für die Gewerkschaften stehen die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst auf der Kippe: Überstunden, Personalmangel und die Notwendigkeit einer Erhöhung der Kaufkraft werden immer drängender. Der Ver.di-Chef Frank Werneke hebt hervor, dass in Hunderttausenden von Stellen im öffentlichen Dienst keine Beschäftigten zu finden sind, was die Attraktivität des Sektors in den Schatten der freien Wirtschaft rückt. Bürgermeister und kommunale Verantwortliche zeigen sich besorgt, da sie anmerken, dass die öffentlichen Haushalte ohnehin schon unter Druck stehen und durch die Tarifforderungen noch weiter belastet werden könnten.

Lokale Reaktionen

In den letzten Tagen gab es bereits Arbeitsniederlegungen in anderen Bundesländern, darunter Berlin, wo Kitas, Schulen und Bezirksämter betroffen waren. Wie die MDR bemerkte, äußerten Vertreter aus Jena und Weimar gemischte Reaktionen. So zeigte der Jenaer Bürgermeister Christian Gerlitz Verständnis für die Tarifforderungen, während Peter Kleine, Oberbürgermeister von Weimar, diese als überzogen bezeichnete und warnte, dass sie möglicherweise in Kürzungsdebatten münden könnten.

Die kommende Verhandlungsrunde wird also entscheidend sein, um die Spannungen zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft zu lösen und gegebenenfalls einen Ausweg aus dieser angespannten Situation zu finden. Wie es aussieht, könnte der 14. Januar ein weiterer prägnanter Tag in dieser Tarifauseinandersetzung werden.