Katastrophenschutzübung bei Wismar: Tankstelle wird zur Rettungszentrale!

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Am 15.11.2025 fand bei Wismar eine umfassende Katastrophenschutzübung mit 80 Fahrzeugen und internationaler Zusammenarbeit statt.

Am 15.11.2025 fand bei Wismar eine umfassende Katastrophenschutzübung mit 80 Fahrzeugen und internationaler Zusammenarbeit statt.
Am 15.11.2025 fand bei Wismar eine umfassende Katastrophenschutzübung mit 80 Fahrzeugen und internationaler Zusammenarbeit statt.

Katastrophenschutzübung bei Wismar: Tankstelle wird zur Rettungszentrale!

Wenn in Norddeutschland Großes ansteht, sind die Vorbereitungen oft nicht einfach zu übersehen. So geschah es auch an diesem Samstagmorgen an der HEM-Tankstelle in Kritzow bei Wismar. Inmitten des gewöhnlichen Treibens wurde die Tankstelle kurzerhand zum Zentrum einer umfassenden Katastrophenschutzübung. Rund 80 Fahrzeuge von Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr, Bundeswehr sowie anderen Hilfsorganisationen waren vor Ort. Dies berichtete die Ostsee-Zeitung.

Der Hintergrund dieser Übung war nicht nur Routine, sondern ein ungefährliches, aber eindrucksvolles Szenario: Die Unterstützung Polens bei großflächigen Vegetationsbränden, die sich über 1250 Hektar erstrecken könnten. Das erklärte Ziel war der Aufbau und Betrieb eines Versorgungspunktes für die Einsatzkräfte, was die Nutzung der Tankstelle als logistische Drehscheibe in den Fokus rückte. Da die Tankstelle über eine Kapazität von mehr als 50.000 Litern verfügt, konnte sie in einer Notsituation eine schnelle Betankung der Einsatzfahrzeuge garantieren, was die Einsatzkräfte merklich entlastet.

Effiziente Vorbereitungen und wichtige Lektionen

Der Pächter der Tankstelle wurde bereits einen Monat im Voraus über die Übung informiert, was zur optimalen Vorbereitung beitrug. Ehrenamtliche Helfer von Organisationen wie ASB, Malteser und DLRG dokumentierten akribisch die Tankzeiten und Füllmengen. Landrat Tino Schomann nutzte die Gelegenheit, um die Wichtigkeit solcher Übungen zu betonen. Diese erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern helfen auch, Unsicherheiten zu vermeiden.

Ein weiterer Aspekt, den Innenminister Christian Pegel hervorhob, ist die hohe Qualität der Katastrophenschutzorganisation in Mecklenburg-Vorpommern. Er gab jedoch auch den dringenden Appell an die Bevölkerung ab, sich besser auf mögliche Katastrophen vorzubereiten. Worauf sollte man achten? Die Empfehlungen umfassen unter anderem die Anlegung von Essensvorräten für mindestens drei Tage.

Ein Blick über die Grenze

Die Übung in Kritzow ist jedoch nur der jüngste Teil einer Reihe größerer Katastrophenszenarien, die sich nicht an Landesgrenzen halten. So fand bereits im September 2024 eine mehrtägige Katastrophenschutzübung am Truppenübungsplatz Jägerbrück bei Torgelow statt, an der 250 polnische und deutsche Freiwillige teilnahmen. Hier standen Erste-Hilfe- und Sanitätsfortbildungen sowie Überlebenstraining auf dem Programm. Das NDR berichtete über die Notwendigkeit grenzübergreifender Zusammenarbeit, besonders angesichts der klimabedingten Herausforderungen wie Überschwemmungen und Flüchtlingsbewegungen.

In Anbetracht der Bedrohungen, die dem Katastrophenschutz gegenüberstehen, ist es beruhigend zu sehen, mit welchem Engagement die Einsatzkräfte ausgebildet und auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Ob nun an der HEM-Tankstelle oder in den weitläufigen Feldern von Jägerbrück – eins ist klar: Wenn es darauf ankommt, haben die Verantwortlichen ein gutes Händchen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.