Sabine Strehl: Von 170 kg zu neuen Lebensfreuden nach Magen-OP!
Sabine Strehl verliert 100 kg nach Magen-OP in Wismar. Ihr Weg: Operation, Ernährungsberatung und psychologische Unterstützung.

Sabine Strehl: Von 170 kg zu neuen Lebensfreuden nach Magen-OP!
Im Norden Deutschland steht das Thema Adipositas im Mittelpunkt zahlreicher Geschichten. Eine besonders bewegende Erzählung kommt von Sabine Strehl (54), die in Bad Kleinen lebt. Vor wenigen Jahren wog sie noch 170 kg bei einer Körpergröße von knapp 1,70 m, was einen erschreckenden BMI von fast 60 zur Folge hatte. Sie selbst sagt, dass zu ihren größten Herausforderungen das Gehen war; bereits mit 40 machte ihr das Gehen zu schaffen, besonders nach einem schweren Bandscheibenvorfall im Jahr 2011.
Nach ihrem Aufenthalt im Schweriner Krankenhaus, wo ihr geraten wurde, schnell abzunehmen, suchte sie Unterstützung im Adipositas-Zentrum des Wismarer Krankenhauses. Dort konnte sie mit Hilfe von Ernährungsberatung, Sport und Selbsthilfegruppen bereits 8 kg abnehmen. Dies alles geschah unter den Rahmenbedingungen, die für viele Betroffene typisch sind: In Mecklenburg-Vorpommern haben mehr als die Hälfte der Einwohner Übergewicht und jeder Fünfte leidet unter Adipositas.
Ein mutiger Weg zur Veränderung
Im Jahr 2012 entschied sich Sabine für eine Magenoperation: Zuerst ließ sie sich einen Schlauchmagen anlegen, zwei Jahre später folgte ein Magen-Bypass. Diese Entscheidungen waren nicht leicht, aber notwendig, um ihre Lebensqualität zu verbessern. Nach den Eingriffen hat sie beeindruckende 100 kg abgenommen und wiegt heute nur noch 77,3 kg. Auch ihre Kleidergröße hat sich von 62/64 auf 40/42 reduziert, was einen deutlichen Unterschied in ihrem Alltag bedeutet.
Als Pflegemama von zwei Kindern ist es Sabine besonders wichtig, aktiv an ihrem Leben teilzunehmen und mit ihren Kindern zu spielen. Ein gewaltiger Schritt in Richtung Normalität! Neben den physischen Veränderungen betont sie jedoch die Notwendigkeit psychologischer Unterstützung. Schließlich bleibe der Kopf auch nach der Operation der wichtigste Akteur bei der Gewichtsreduktion, wie Apotheken Umschau berichtet. Psychische Begleiterscheinungen und Anpassungen seien Teil des Weges zur Normalität.
Die Herausforderungen nach der Operation
Die Umstellung der Ernährung war für Sabine eine große Herausforderung. Bestimmte Lebensmittel, wie Spaghetti und Alkohol, verträgt sie nun nicht mehr. Auch die Thematik der überschüssigen Haut stellte sich als nicht zu vernachlässigendes Thema dar. Die Entfernung dieser Haut führte zu Konflikten mit ihrer Krankenkasse, die sich querstelle, als es um die Kostenübernahme ging.
Die Zahlen zeigen, dass Sabines Geschichte keine Einzelfälle sind. Jährlich entscheiden sich über 20.000 Menschen in Deutschland für adipositaschirurgische Eingriffe. Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf die psychologischen und sozialen Aspekte: Laut Ärzteblatt können postoperative psychische und soziale Probleme auftreten, die einer Therapie bedürfen. Studien belegen, dass eine adäquate psychische Begutachtung vor der Operation und eine langfristige Nachsorge entscheidend sind für den Behandlungserfolg und das Wohlbefinden.
Sabine Strehl ist ein Beispiel für die vielen, die mit Adipositas kämpfen und dennoch den Weg zur Besserung finden. Ihre Geschichte motiviert, die Herausforderungen im Leben nicht zu scheuen und Unterstützung zu suchen, um die gewünschten Veränderungen zu erreichen.