Wismar plant große Verkehrswende: Höhere Gebühren und weniger Parkplätze!

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Wismar plant eine Verkehrsreform mit neuen Gebühren und weniger Parkplätzen, um den Verkehrsfluss zu verbessern und den Radverkehr zu fördern.

Wismar plant eine Verkehrsreform mit neuen Gebühren und weniger Parkplätzen, um den Verkehrsfluss zu verbessern und den Radverkehr zu fördern.
Wismar plant eine Verkehrsreform mit neuen Gebühren und weniger Parkplätzen, um den Verkehrsfluss zu verbessern und den Radverkehr zu fördern.

Wismar plant große Verkehrswende: Höhere Gebühren und weniger Parkplätze!

In Wismar tut sich was in Sachen Verkehr. Die Stadt plant eine umfassende Verkehrsentwicklungsplanung, die darauf abzielt, den Verkehrsfluss zu verbessern und das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer zu optimieren. Experten haben sich die Zeit genommen, um Daten zu sammeln, Verkehrsströme zu analysieren und auch die Meinung der Bürger einzuholen. Das erste Maßnahmenpaket wurde nun im Rathaus vorgestellt. Ziel ist ein konfliktfreier Verkehr in der Hansestadt.

Ein zentraler Vorschlag sieht vor, einige Kreuzungen in Kreisverkehre umzubauen. Konkret sind das Standorte wie die Kreuzung Am Hafen/Schiffbauerdamm, die Hochbrücke bei der Dr.-Leber-Straße und die Kanalstraße sowie die Poeler Straße/Philosophenweg. Neben der Optimierung des fließenden Verkehrs wird auch der ruhende Verkehr in den Mittelpunkt der Überlegungen gerückt.

Parkplatzordnung und Gebühren

Hierbei ist eine mögliche Reduzierung von Parkplätzen ein heißes Thema, insbesondere am Marktplatz und dem Sandparkplatz. Damit die wegfallenden Plätze ausgeglichen werden, steht die Erweiterung des Parkhauses auf der Agenda. Zudem wird eine klare Neuordnung der Nutzergruppen angestrebt: Beschäftigte sollen in Zukunft eher außerhalb der Altstadt parken. Das könnte allerdings für Anwohner mit höheren Kosten verbunden sein, denn das derzeitige Anwohnerparken für 30 Euro pro Jahr könnte verteuert werden.

Die Stadt diskutiert außerdem die Einführung höherer Parkgebühren, um den Parksuchverkehr besser zu steuern. Auch ein modernes Parkplatzmanagementsystem wird in Erwägung gezogen. Radler kommen in Wismar ebenfalls nicht zu kurz, denn der Radverkehr hat hier einen hohen Stellenwert – 28% der Verkehrsteilnehmer sind schließlich Radfahrer. Vorschläge zum Ausbau von Fahrradstraßen auf wichtigen Routen sowie zur Bereitstellung zusätzlicher Fahrradständer und Radverleihstationen stehen daher ebenfalls auf der Liste.

Öffentlicher Nahverkehr und City-Logistik

Ein weiterer Aspekt, der nicht vernachlässigt werden darf, ist der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV). Hier gibt es noch Verbesserungspotenzial, insbesondere was die Taktung und die Barrierefreiheit betrifft. Um die Altstadt vom Lieferverkehr zu entlasten, denken die Verantwortlichen über die Idee eines City-Logistik-Systems nach. Dieses Maßnahmenpaket soll in den kommenden Wochen weiter präzisiert werden, bevor die Bürgerschaft im kommenden März über den Verkehrsentwicklungsplan abstimmt. Dieser Plan wird für einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren gelten.

Die Wismarer Bürger dürfen also gespannt sein, welche Veränderungen auf sie zukommen und wie sich die Verkehrssituation langfristig gestalten wird. Mit einem guten Händchen und vorausschauenden Entscheidungen könnte Wismar bald zur Vorzeigestadt für modernes Verkehrsmanagement werden.