Großzügige Spenden für DLRG: Neue Tauchergruppe rettet bei Wasserunfällen!
Gerold Jürgens spendet 750 Euro zur Gründung einer DLRG-Einsatztauchergruppe in Wolgast, um Wasserunfällen vorzubeugen.

Großzügige Spenden für DLRG: Neue Tauchergruppe rettet bei Wasserunfällen!
In diesen festlichen Tagen scheint das Thema Sicherheit im Wasser besonders wichtig zu sein. Gerold Jürgens, Geschäftsführer der IRB Iso-Rüst-Bau GmbH aus Lubmin, hat mit seiner Spende von 750 Euro einen wichtigen Beitrag zur Schaffung einer Einsatztauchergruppe der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) geleistet. Diese Initiative findet breite Unterstützung, insbesondere in Anbetracht der steigenden Zahl von Wasserunfällen in der Region. Jürgens hebt hervor, wie entscheidend eine schnelle Einsatzgruppe im Ernstfall ist, denn aktuell ist die nächste Tauchergruppe bei der Berufsfeuerwehr in Stralsund angesiedelt und damit nicht immer rasch zur Stelle.
Die Notwendigkeit, vor Ort schnelle Hilfe leisten zu können, ist klar. Der Antrag zur Aufnahme in die Ausrückordnung des Landkreises Vorpommern-Greifswald wurde bereits gestellt, und der Landrat hat seine Unterstützung zugesichert. Diese Neuerung könnte nicht nur die Rettung von Menschen in Gefahr beschleunigen, sondern auch präventive Maßnahmen gegen Ertrinkungsunfälle stärken. Denn, wie die aktuellen Statistiken belegen, ist die Zahl der Ertrinkungsfälle in Deutschland im Jahr 2023 auf alarmierende 378 angestiegen, mit einer besonders hohen Anzahl in Binnengewässern, die oft unbewacht sind (Deutscher Marinebund berichtet).
Unterstützung durch die Gemeinschaft
Jürgens ist nicht allein in seinem Anliegen: Der Lions Club „Philipp Otto Runge“ Wolgast hat beispielsweise 1000 Euro gespendet. Der Gesamtbetrag der Spenden für die neue Einsatztauchergruppe liegt bereits bei 1180 Euro. Dies zeigt den Geist der Gemeinschaft und die Relevanz der Thematik, denn insbesondere der wichtige Aspekt der Schwimmausbildung für Kinder soll ebenfalls unterstützt werden. „Ich hoffe, dass noch viele weitere Unternehmensspenden zusammenkommen“, äußerte Jürgens und betonte, dass Schwimmunterricht für Kinder unerlässlich ist, um zukünftige Unfälle zu verhindern.
In der DLRG sind Einsatztaucher Teil der öffentlichen Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes. Sie sind 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr über den Notruf erreichbar und dringend benötigt, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Wintermonate und mögliche Hochwasserlagen. Bei Hochwasser werden Deiche abgetaucht und auf Schäden überprüft – auch hier kann die Ausbildung der Taucher entscheidend sein, um in kritischen Situationen entscheidend eingreifen zu können (DLRG informiert über Einsatztauchen).
Die Ausbildung der Einsatztaucher
Die Ausbildung der zukünftigen Einsatztaucher ist umfassend und anspruchsvoll. Mit einem Mindestalter von 15 Jahren und bereits erworbenen Schwimmabzeichen erfüllen die Teilnehmer die ersten Voraussetzungen. Die DLRG legt großen Wert auf die Vorbereitung unter extremen Bedingungen und die Steigerung der körperlichen Fitness. Jährlich müssen mindestens zehn Tauchgänge unter realistischen Bedingungen durchgeführt werden.
Folgende Ausbildungsstufen stehen zur Verfügung:
- DLRG-Einsatztaucher Stufe 1
- DLRG-Einsatztaucher Stufe 2
- Taucheinsatzführer
- Signalmann
- DLRG-Lehrtaucher
- DLRG-Multiplikator Einsatztauchen
In Anbetracht der steigenden Anzahl an Wasserunfällen ist es umso wichtiger, dass diese Trainer und Taucher ausgebildet werden, um sicherzustellen, dass auch in der Region schnell und effizient reagiert werden kann. Die nächsten Schritte zur Gründung der Tauchergruppe sind dadurch umso relevanter.
Die OZ-Weihnachtsaktion, die Spenden für die DLRG sammelt, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, um zu zeigen, dass uns die Sicherheit in unseren Gewässern am Herzen liegt. Wer helfen möchte, kann seine Spende auf das angegebene Konto überweisen und somit einen Teil zur Sicherheit an den Küsten und in den Gewässern von Vorpommern-Greifswald beitragen (Ostsee-Zeitung berichtet).